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M u s s a f f i a
finden, lind es wird dich zu mir führen.“ Am bestimmten Tuge verlässt
der Neuvermählte das Haus und begibt sieb zur verabredeten
Stelle. Er findet das Thier, besteigt es, und dieses führt ihn in eine
wunderliebiiebe Gegend. Die Luft hell und milde, lachende Fluren,
blumige Wiesen, Bäume mit Blüthen und Früchten geschmückt,
überall Duft und Glanz. Die Vögel begriissen mit süssem Gesänge
seine Ankunft. Er kommt in einem herrlichen Palaste an; darinnen
findet er seinen Gast, umgeben von einer grossen Schaar weissgekleideter,
mit Kronen geschmückter Greise, deren Antlitz wie die
Sonne glänzt. Freudig empfangen sie ihn, und himmlische unaussprechliche
Freude erfüllt das Herz des Jünglings, welcher in
dieser Verzückung dreihundert Jahre zubringt, die
ihm so schnell wie ein Tag dahin fl i essen.
Eltern und Braut hatten indessen seiner lange geharrt; sie
hatten ihn überall gesucht und endlich der Hoffnung entsagt, ihn je
wieder zu finden. Da liess der Fürst aus seinem Palaste ein Kloster
und eine Kirche bauen; dort beschloss er seine Tage; dort wurden
er und seine Frau begraben, mit ihnen die verlassene Braut. Und
es waren dreimal hundert Jahre verflossen und viele Geschlechter
waren auf einander gefolgt, als der verzückte Jüngling, dem die
Zeit so rasch dahingeflogen war, heimkehren will. Sein Gastgeber
ermahnt ihn zwar, lieber bei ihm zu bleiben; er muss aber fort:
wartet doch daheim sein junges Weib auf ihn. Das Maulthier trägt
ihn wieder an die frühere Stelle; er zieht gegen die Stadt; Leute
gehen auf und ab; alle wie vorher beschäftigt; aber lauter neue
Gesichter; er erkennt Niemanden, Niemand erkennt ihn. Wo sein
Schloss stand, findet er ein Kloster. Er klopft; der Abt öffnet und
fragt, wer er sei. Er nennt sich und fügt hinzu: „Gestern verliess
ich das Haus; heute bin ich wieder da und finde nun Alles verändert.
Wo sind denn Vater und Mutter? wo meine Braut?“ Da
wusste der Abt, dass dieser der Fürstensohn war, von dem die
Chronik sagte, er wäre eines Tages verschwunden und nie wieder
erschienen; er führte ihn in die Kirche und zeigte ihm die Gräber,
wo seine Angehörigen seit so vielen Jahren ruhten. Der Ruf des
Wunders verbreitet sich überall; die Einwohner der Stadt laufen
herbei, den Wiedererschienenen zu sehen und der Abt ladet ihn
zum Mahle. Anfangs weigert er sich, nachdem er am Tische der
Engel gesessen, irdische Nahrung zu geniessen; endlich gibt er