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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Übet*  die  Quelle  des  nitfranzösischen  „Dolopnthos“.

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Zum  Schluss  eine  Lobpreisung  an  Gott:  „Benedictus  tu,  domine
Deus,  qni  facis  mirabilia  magna  etc.“  Endet:  „Da  nobis  ..  .  compunctionis
  spiritum,  laboris  tolerantiam,  efficaciam  poenitendi  ut
.  ..  .  adoersus  diros  hostes  nostros  sub  tuo  possimus  patrocinio
dimicare.  Amen.  “
Diese  Geschichte  berührt  sich  mit  der  fünften  des  vierten
Buches  des  Pantschatantra,  und  hat  besonders  grosse  Ähnlichkeit
mit  jener  Fassung,  welche  im  Somadeva  vorkommt.  Vergleiche
Benfey,  Puntschat.  1  436-461  und  II  303-306.  An  occidentalischen
Versionen  wies  Liebrecht,  Germania  V  56-58  und  Orient  und
Occident  I  125-129,  folgende  nach:  eine  englische  hei  Walter
Mapes,  Nugae  curialium,  Distinct.  III,  cap.  4;  eine  polnische  bei
Boguphalus  II,  Clironicon  Poloniae;  deutsche  in  den  Gesta  Romanorum ­
  bei  Grosse  II  193-196,  und  höchst  wahrscheinlich  auch
in  dem  unvollendeten  Gedichte  „der  Nussberg“  bei  von  der  Hagen
Gesammtahenteuer  I  445-447.  Die  Fassung  in  unserer  Handschrift
hat  die  meiste  Ähnlichkeit  mit  der  polnischen.
204“—212".  Historia  de  quodam  juvene  Cluniacensi  pro
contemptu  hujus  saeculi  et  de  futura  vita.
Eberhard,  Bischof  von  Bamberg,  war  mit  dem  Kaiser  nach
Italien  gezogen.  Vor  der  Augusthitze,  welche  selbst  dem  Einheimischen ­
  unerträglich  wird,  flüchtet  er  sich  in  ein  Karthäuserkloster.
Als  er  nach  dem  Aller  des  Klosters  und  dem  Namen  des  Gründers
fragt,  erzählt  ihm  der  Abt  folgende  Geschichte:
Ein  Fürst  hatte  einen  einzigen  Sohn,  der  wohlerzogen  und
gottesfürchtig  war.  Er  sucht  ihm  eine  Braut  aus,  und  die  Hochzeit
wird  mit  grosser  Pracht  gefeieit.  Beim  Mahle  erinnert  sich  der
Jüngling,  dass  er  heute  versäumt  habe,  sein  tägliches  Gebet  zu
verrichten.  Er  entfernt  sich,  geht  in  eine  Kirche,  welche  am  Fusse
eines  Berges  lag,  und  betet.  Bei  der  Heimkehr  begegnet  er  einem
alten  weissgekleideten  Manne,  der  auf  einem  weissen  Maulthiere
sitzt.  Sie  begrüssen  sich  und  der  Jüngling  ladet  den  ehrwürdigen
Greis  zum  Hochzeitsmahle.  Dieser  nimmt  die  Einladung  an  und
wird  am  Hofe  des  Fürsten  mit  allen  Ehren  empfangen.  Wie  er  dann
wieder  abzieht,  gibt  ihm  der  Jüngling  das  Geleite.  Am  Orte  der
ersten  Begegnung  angelangt,  sagt  ihm  der  Greis:  „Du  darfst  mich
heute  nicht  weiter  begleiten;  in  drei  Tagen  aber  komme,  wenn  es
dir  beliebt,  an  diese  Stelle;  du  wirst  hier  mein  Maulthier  gesattelt
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