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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Beiträge  zur  Kenntniss  der  neupersischen  Dialekte.

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sur  „roth“  =  neup.  (surkh);  tu  „Stock“  =  neup.  ^>y>-(cübj;
  bcrd  „Bruder“  =  neup.  j-ily  (birädar);  tdne  „Kinn“  ==neup.
  *£j  (zanalch).  Hieher  gehören  auch  die  Verbalformen,  welche
alle  den  Schlussconsonanten  abgeworfen  haben,  z.  B.  wdria  „ich
esse“,  =  neup.  y~  (khfaram);  vien’i  „wir  sehen“  —  neup.
(binim)  etc.  Manche  Formen  sind  dagegen  merkwürdig  gut  erhalten, ­
  z.  B.  kardi  „Messer“,  pird  „Brücke“  etc.

Was  die  Vocale  anlangt,  so  sind  folgende  zwei  Fälle  zu
betrachten:
I.  Zusammenziehung.
Ist  nicht  so  häufig  nachweisbar  wie  im  Ku  rmängi,  z.  B.  nost
„er  schrieb“  =  neup.  (nivistj;  nuseria  „ich  schreibe“  =
neup.  .«oy  (nivisam);  nti  „er  ist  nicht“  =  ne-\-u.
II.  Dehnung.
Hieher  gehören  einzelne  unter  i  und  u,  besonders  aber  unter
ei  angeführte  Fälle.
Bei  den  Vocalen  ist  noch  einer  Eigenthümlichkeit  des  Zaza  zu
erwähnen,  nämlich  einer  Art  Vocalnachklang  am  Ende  von  consonantisch
  auslautenden  Formen.  Diese  Erscheinung  als  einen  Zug  gewisser
Alterthiimlichkeit  zu  betrachten,  gestattet  wohl  nicht  der  sonst
ganz  moderne  Typus  der  Sprache.  Man  vergleiche  folgende  Fälle:
bynre  (86)  „bringe“  =  neup.  jL>,  mebere  (63)  =  ju,  bitine  (SO)
==  ,  paüde  (Sl)  =y,  esta,  esti,  estu  =  myerde  (80)
=  jy>,  ndme  (49)  =  »li,  myaneni  (49)  =  0<iL>,  dewi  (50)
=y  ±  etc.

B.  Formenlehre.
I.  Nomen.
Hier  ist  vor  allem  eine  Bildung  bemerkenswert,!),  nämlich  mittelst ­
  -ye,  die  sich,  so  viel  mir  bekannt  ist,  in  keiner  verwandten
eränischen  Sprache  nacbweisen  lässt,  z.  B.  asm-ye  „Himmel“  =
            
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