238
Dr. Fr. Müller
(mairya); merd„Mann“ = neup. ^ (mard); myün „Mitte“
= neup. jLo (miydn), altb. -»“<2^6 (_maidhya).
Was die Lautgesetze des Zaza betrifft, so will ich selbe an
jene des Kurmängi anschliessen und dabei, w;e dort, die Consonanten
den Vocalen vorangehen lassen. (Vgl. das vorige Heft S. 19).
1. Consonantenerweichung.
I. Guttural: suänd „Schwur“ = neup. (saugand);
peri'en „Hemd“ = neup. (perdhan); dauan, „Dorfbewohner“
= neup. öUio (dihkanj, mit dem altb. (daqyu)
zusammenhängend.
II. Dental: ramia „er floh“ = neup. j (ramfdah);
dia „gesehen“, ez diän „ich habe gesehen“ = neup. ^ (didah),
^ (didamj; duyes „zwölf“ dudes.
III. Labial: Hieher gehören alle jene Fälle, die zuletzt unter
au aufgezählt worden sind.
II. Assimilation.
Sie ist wie in Kurmängi sowohl progressiv als retrograd. Man
vergleiche:
tim „Auge“ = neup. (casm); — Ket „Bär“ = Kurm.
Hirt, altind. r/csha; sit „er wusch“ = neup (sust); seme
„Sonnabend“ = neup. (sanbihj; gerena „ich gehe“ = neup.
^J(gard-am)- tures „vierzehn“=/«r + des', hautes „siebzehn,
heistes „achtzehn“ = haut-{-des, heist + des.
III. Abwertung.
sepi „weiss“ — neup. (sipcd), nezdi, nizdi „nahe“ =
(nazdik): ri „Bart“ = neup. (rds); se „hundert“ =
neup. (sad); zer „Herz“ =«= altb. (zeredhaem); sur,