Samson von Tottington, Abt ron St. Edmund.
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erschallen. So wurde denn auch zwischen St. Edmundsbury und
Thetford ein grosses Turnier angesagt, woraus dem Abte, gegen
dessen Verbot es dennoch abgehalten wurde, manche Unannehmlichkeit
erwuchs ü Bald darauf kamen viele ritterliche junge Herren
mit zahlreichem Gefolge vollständig bewaffnet dorthin [und nachdem
sie ihr Spiel betrieben, kamen sie nach St. Edmund. Samson liess —
es war am Vorabende von St. Peter und Paul — die Thore schliessen,
und nachdem sie versprachen, nicht ohne Erlaubnis des Abtes sich
zu entfernen, zog er sie zu seiner Tafel. Als aber der Abt nach Tisch
sich zurückgezogen hatte, fingen sie einen gewaltigen Lärm an,
schickten nach der Stadt um Wein und tobten in roher Weise trotz
aller Mahnung des Abtes fort. Als es Abend geworden war, zerbrachen
sie die Thüren und befreiten sich mit Gewalt. Samson
exeommunieirte sie darauf; als sie Genugthuung leisteten und um
Absolution baten, sprach er sie auf Fürbitte des Erzbischofs von
Canterbury los.
Einige Jahre darauf (1191) verordnete König Richard, dass
die Bischöfe und Äbte von je zehn ihrer Ritter einen mit Pferden
und Waffen ihm zur Hilfe nach der Normandie schicken sollten 3 .
Den Abt traf es, vier Ritter zu stellen 8 ; seine Vasallen erklärten
ihm aber, dass sie durchaus keine Pflicht hätten, ausserhalb England
zu dienen, so wie auch ihre Väter niemals selbst ausgezogen
seien, sondern hätten nur hin und wieder das Scutagium bezahlt.
Samson war durch einige früher vorgekommene Fälle erschreckt;
mehrere Barone und selbst der Bischof von London waren wegen
des Ausbleibens vom königlichen Dienst ihrer Baronien beraublr
worden, andererseits wollte er aber doch auch nicht das Recht seine
Vasallen auf’s Spiel setzen. Er entschloss sich also zu einer Reise
an das königliche Hoflager in der Normandie, wo er sich zur Zahlung
bedeutender Beiträge erbot. Richard wollte anfänglich nicht darauf
eingehen: „ich brauche nicht Gold und Silber“, sagte er, „ich
brauche Leute“. Endlich half sich Samson damit, dass er vier Ritter
zum Kriegsdienste miethete und sie dem Könige zur Verfügung
*) Joc elin pag. 40.
2 ) J o c e 1 i n pag. 63.
3 ) Wie lässt sich (liess mit den oben (XIV. S. 202) angegebenen Verhältnissen vereinigen
?