Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

204

Phillips

DerAbt  erwiederte  Jenem:  „Es  nimmt  mich  Wunder,  Herr  Graf,  dass
das,  was  Du  da  sprichst,  keinen  Grund  bat.  König  Edward  gab  die
Hundred  Risebridge  ganz  und  gar  an  den  heiligen  Edmund  und  hat
diess  durch  seine  Urkunde  bestätigt;  von  diesen  fünf  Schillingen
ist  dabei  aber  gar  nicht  die  Rede,  Du  musst  daher  angeben,  für  welchen ­
  Dienst  oder  aus  welchem  Grunde  Du  die  fünf  Schillinge  beanspruchst“. ­
  Der  Graf,  welcher  mit  einer  zahlreichen  Regleitung  von
Rittern,  darunter  auch  jener  Alberich  de  Ver,  gekommen  war,  ging
mit  diesen  zu  Rath  und  antwortete  dann:  die  fünf  Schillinge  kämen
ihm  zu,  weil  er  im  Kriege  das  Banner  des  heiligen  Edmund  zu  tragen ­
  habe.  „Wahrlich“,  erwiederte  Samson,  „es  erscheint  unrühmlich, ­
  dass  ein  solcher  Mann,  wie  der  Graf  von  Cläre,  eine  so  kleine
Gabe  für  einen  solchen  Dienst  annimmt;  dem  Abt  von  St.  Edmund
kommt  es  freilich  nicht  darauf  an,  fünf  Schilbnge  zu  zahlen.  Übrigens ­
  befindet  sich  der  Graf  R  og  er  ßi  got  in  dem  Besitze  jenes
Rechtes  und  hat  auch  wirklich  das  Banner  des  heiligen  Edmund  getragen, ­
  als  der  Graf  von  Leicester  gefangen  und  das  flandrische  Heer
aufgerieben  wurde!.  Zudem  behauptet  auch  Thomas  von  Mendliam
 2  dasselbe  Recht  für  sich.  Wenn  Du  indessen  diesen  gegenüber ­
  den  Beweis  führest,  dass  das  Recht  Dein  sei,  so  werde  ich  nicht
anstehen,  Dir  die  fünf  Schillinge,  die  Du  begehrst,  auszuzahlen“.  Der
Graf  von  Cläre  wusste  Nichts  dawider  zu  entgegnen,  als  dass  er  mit
seinem  Verwandten  Roger  darüber  Rücksprache  nehmen  wolle  und
so  wurde  die  Sache  auf  die  lange  Bank  geschoben.
In  soweit  der  Anspruch  des  Grafen  Cläre  darauf  begründet  werden ­
  sollte,  dass  seiner  Familie  die  Güter  des  Aelfric  zugefallen  waren  (
war  er  durchaus  frivol,  da  zu  diesen  das  Witthum  der  Königinn
Emma  gar  nicht  gehörte.  Die  Thatsache,  dass  Roger  Bigot  in  der
Schlacht  bei  Fornham  3  das  Banner  des  heiligen  Edmund  getragen
hat,  war  bisher  unbekannt,  und  ist  in  sofern  auffallend,  als  der  Vater
Roger’s,  Hugo  Bigot,  der  Bundesgenosse  des  Grafen  Leicester  war,
wenn  er  auch  au  jener  Schlacht  keinen  Antheil  nahm.  Was  endlich
jenes  Banner  selbst  anbelangt,  so  stellte  dasselbe  Adam  und  Eva

i)  S.  oben  S.  131.
S.  oben  S.  142.
Über  diese  Schlecht  s.  noch  I.  y  t  tel  t  o  n  ,  Ilistory  of  Henry  11.  Tom.  V.  pag.  170.  —
Yates  I.  c.  pag.  142.  —  IIo  k  e  woo  d  ,  Notes  pag - .  105  lind  112.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.