Samson von Tottingtou, Abt von St. Edmund.
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lind Kindern mit sich nach London, wo sie dann sämmtlich ihr Bekenntnis
über die Verpflichtung in dem Umfange, wie der Abt
es behauptete, ablegten. Es fehlten nur noch jene beiden angesehensten
unter den Rittern, Alberich de Ver und Wilhelm von Hastings,
die damals im Dienste des Königs in der Normandie sich befanden.
Nach seiner Rückkehr fügte auch Wilhelm sich bald, nur
Alberich zögerte; da indessen der Abt ihm seine Pferde und Rinder
abpfänden und verkaufen liess, erschien auch er und erkannte
seine Pflicht an.
Samson hatte aber schon früher bei verschiedenen Gelegenheiten
seinen Rittern gezeigt, wie vorsichtig er sich in seinen Beziehungen
zu ihnen zu benehmen wisse. Gleich bei der ersten
Zusammenkunft der Ritter 1 trat Thomas von Hastings, der
Oheim jenes Wilhelm, für dessen älteren Bruder Heinrich 2 mit
dem Begehren auf, dass dieser, gemäss einer seinem Vater Rudolf
ausgestellten Urkunde , als Seneschall des Abtes anerkannt
werde. Samson erklärte, dass er das Recht wohl anerkenne, aber
es müsse für den unmündigen Heinrich, den er als Seneschall nicht
brauchen könne, ein Stellvertreter vorgeschlagen werden. Damit
geriet!» die Sache in Verzug; nach einiger Zeit indessen brachte
Thomas einen sehr einfältigen Mann als Stellvertreter in Vorschlag.
Samson nahm denselben an, bemerkte aber zu seinen Hausgenossen:
„Mir ist’s ganz recht; macht der erbliche Seneschall ein
Versehen, so verfällt er, nicht ich, in die Misericordia Regis;
ein Klügerer könnte mich hintergehen und ich werde mir mit Gottes
Hilfe selbst schon Seneschall genug sein.“
Bei einer andern Gelegenheit 3 nahm Graf Richard von Cläre
eine jährliche Abgabe von fünf Schillingen von der zu St. Edmund
gehörigen Hundred Risebridge in Anspruch. Bei der Eroberung Englands
war diesem Geschlecht das Besitzthum jenes Aelfric, Withgar’s
Sohn, zugefallen, welcher der Lehensträger für das Witthum
der Königinn Emma, wozu jene Hundred gehörte, gewesen war 4 .
*) Jocelin pag. 20.
2 ) Derselbe war noch iin Jahre 1181 minderjährig - ; er begleitete Richard Löwenherz auf
seinem Kreuzzuge und starb ohne Nachkommen ; sein Bruder Wilhelm (s.oben S. 202.)
succedirte ihm.
") Jocelin pag. 41 sqq.
4 ) S. oben S. 13ö.