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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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Phillips

leben  auf  zwei  und  fünfzig  und  drei  Viertel.  Diese  Lehen  waren  verschiedentlich ­
  vertheilt:  Einige  Ritter,  wie  Alberich  de  Ver,  hatten ­
  deren  fünf  und  ein  halb  und  Wilhelm  von  Hastings,  damals
(1200)  der  Marschall 1  von  St.  Edmund 2 ,  fünf,  Andere,  wie  Adam
de  Berningham,  nur  ein  Viertel.  Nachdem  dann  die  Ritter  das
Homagium  geleistet  batten,  begehrte  Samson  von  ihnen  die  Feststellung ­
  der  üblichen  Beihilfe 3  (auxilium);  sie  sagten  ihm  auch
ein  Pfund  Sterling  für  jedes  Ritterleben  zu,  allein  bald  wurden  sie
unter  einander  darüber  einig,  dass  sie  doch  nur  40  Pfund  statt  52
zahlen  wollten,  indem  sie  behaupteten,  dass  wie  bei  andern  Verhältnissen ­
  z.  B.  bei  Wachtdiensten  und  bei  dem  Scutagium,  zwölf  Ritterlehen ­
  den  übrigen  vierzig  aushelfen  müssten;  so  sei  es  also  auch  bei
der  dem  Abte  zu  leistenden  Abhilfe  zu  halten 4 .  Samson  konnte  im
Augenblicke  Nichts  dagegen  thun,  aber  er  versprach  es  sich,  den
günstigen  Augenblick  abzuwarten,  um  die  Ritter  zu  ihrer  Pflicht
anzuhalten.  Es  vergingen  vierzehn  Jahre,  ehe  er  diesen  Kampf  mit
seiner  Ritterschaft  aufnahm,  aber  er  ging  siegreich  aus  demselben
hervor  5 .  ImJahre  1196  nämlich  liess  er  wegen  dieser  Angelegenheit
seine  Ritter  vor  die  königliche  Curie  citiren;  sie  wussten  dann  freilich ­
  den  Abt  durch  Ausbleiben  und  selbst  dann,  wenn  sie  erschienen,
durch  die  Erklärung  hinzuhalten,  dass  sie,  da  wiederum  Andere  ausgeblieben ­
  waren  ,  ohne  ihre  Pares  Curiae  nicht  antworten  könnten.
Samson  beschwerte  sich  darüber  bei  dem  Grossrichter,  dem  Erzbischof ­
  H  ub  ert  von  Canlerbury,  der  dann  die  Ritter  einzeln  nöthigte,
über  ihre  Verpflichtungen  Auskunft  zu  geben.  Es  geschah  diess
zuerst  in  dem  Lehnshofe  des  Abtes,  doch  das  genügte  nicht  zur  vollen
Sicherheit  und  so  nahm  Samson  alle  seine  Ritter  sammt  ihren  Frauen

i)  Er  ist  nicht  mit  dem  dem  Cellerarius  untergeordneten  Seneschall  zu  verwechseln.
S.  oben  IV.  S.  151.
3 )  Wilhelm  von  Hastings  war  der  Sohn  Rudolfs  von  Hastings  und  der  jüngere  Bruder
Heinrich's,  für  welchen  sein  Oheim  Thomas  im  Jahre  1182  das  Amt  des  Seneschalls  in
Anspruch  nahm.  (S.  unten  S.  203.).  R  oke  wood,  Notes  pag.  129  sqq.  bringt  mehrere
interessante,  diesen  Gegenstand  betreffende  Urkunden  bei.  Gedachter  Wilhelm  ist  aber
nicht  mit  dem  Mönche  gleichen  Namens  (Jocelin  pag.  14)  zu  verwechseln,  wie  diess
bei  Roke  wood,  Index  pag.  164  geschieht.  S.  oben  VII.  S.  166.
3 )  Vergl.  Yates,  History  and  Antiquities  of  St.  Edmunds  Bury  pag.  166  sqq.
4 )  Jocelin  pag.  20.
5 )  Jocelin  pag.  46.
            
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