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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Samson  von  Tottington,  Abi  von  St.  Edmund.

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hängt,  in  welchem  sich  die  Salutationes  Aegelwini  befanden  *;  diesen
wurde  auf  Befehl  des  Abtes  noch  eine  Urkunde  folgenden  Inhaltes
beigefügt:  „Im  Jahre  der  Menschwerdung  einhundert  acht  und  neunzig ­
  bat  aus  Antrieb  der  Andacht  der  Abt  Samson  den  Leib  des  heiligen ­
  Edmund  gesehen  und  berührt,  in  der  auf  das  Fest  der  heiligen
Katharina  folgenden  Nacht.  Zeugen  dabei  waren  ..."  Alle  achtzehn
anwesenden  Mönche  setzten  ihre  Namen  darunter.  Die  Betrübniss
des  übrigen  Conventes,  der  erst  am  folgenden  Morgen  von  dem  Vorgefallenen ­
  vernahm,  war  sehr  lebhaft  und  man  beklagte  sich  über
diese  unangenehme  Täuschung.
Nach  dieser  Episode  von  der  Erhebung  des  Leibes  des  heiligen
Edmund  mag  nunmehr  Samson  in  seinen  übrigen  oben  angedeuteten
Verhältnissen  geschildert  werden.
XIII.
Samson  und  die  Ritterschaft  von  St.  lldmund.
Wie  Samson,  als  dem  Abte,  ein  widerspenstiger  Convent  gegenüberstand, ­
  so  hatte  er  es  auch  als  Lehensherr  mit  einer  Ritterschaft
zu  thun,  die  während  der  Zeit  des  Abtes  Hugo  ebenfalls  aus  allen
Schranken  herausgetreten  war.  Samson  wusste  indessen  auch  die
Bitter  von  sich  entfernt  zu  halten  und  regierte  ohne  sie.  Zwar  gelang ­
  es  diesen,  das  Ohr  Ranulfs  von  Glanvilla  zu  gewinnen  und  ihn
wider  den  Abt  einzunehmen;  indessen  nach  nicht  gar  langer  Zeit
überzeugte  sich  der  Grossrichter  zur  Genüge,  dass  Samson  sowohl
in  den  inneren,  wie  in  den  äusseren  Angelegenheiten  seines  Klosters
mit  Vorsicht  und  Klugheit  zu  Werke  gehe  a .
Gleich  nach  seinem  Regierungsantritte  hatte  Samson  die  sämmtlichen
  Barone  und  Ritter,  so  wie  die  freien  Insassen  der  Baronie  zur
Leistung  des  Homagiums  zusammenberufen  8 .  Nach  einem  im  Jahre
1206  angefertigten  Verzeichnisse 4  belief  sieh  die  Zahl  der  Ritter
von  St.  Edmund  auf  sechs  oder  sieben  und  dreissig 5 ,  die  der  Ritter-Siehe
  oben  HI.  2.  S.  138.
2 )  Joeelin  pag.  20.
3 )  .1  o  c  e  I  i  n  I.  c.
4 )  J  o  e  e  I  i  n  pag.  88  sqq.
5 )  Joc  elin  pag.  90  wird  der  Name  Willielmns  de  YVrideweli  zweimal  erwähnt;  es  fragt
sich,  oh  zwei  verschiedene  Personen  denselben  führten.
            
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