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Phillips
Allein die Nachwehen der früheren völligen Verwahrlosung
machten sich immer von Neuem geltend und selbst diese Massregel
wollte nicht helfen. Im Jahre 1197 erreichte in der Tliat die
schlechte Wirthschaft in der Verwaltung der Conventsgüter ihren
Gipfel i. Der Cellerarius behauptete stets, dass er mit dem Zuschüsse
von fünfzig Pfund nicht auskommen könne und der ihm beigeordnete
Cleriker scheint ebenfalls seine Pflichten, deren Erfüllung
allerdings schwierig war, nicht gethan zu haben. Jenes Geld wurde
dem Cellerarius monatlich ausgezahlt und eben diesen Umstand gab
er als eine besondere Ursache an, warum er nicht auskommen könne;
würde ihm das Geld jährlich auf einmal gegeben, so könnte er sich
besser vorsehen. Dem Abte wollte diess Argument zwar ganz und
gar nicht einleuchten, indessen er gab nach. Und was war die Folge
davon ? Zu Anfang des Monats August hatte der Cellerarius nicht nur
Alles ausgegeben, sondern war noch zwanzig Pfund schuldig, und
bis zu Michaelis stieg die Summe dieser Schuld bis auf fünfzig Pfund.
Als der Abt diess vernahm, versammelte er das Capitel und sprach:
„Schon öfters habe ich Euch damit gedroht, dass ich die Cellerarie
in meine Hand nehmen werde, da Ihr durch Eure Nachlässigkeit und
Unbesonnenheit Euch immer tiefer in Schulden verstricket. Ich habe
meinen Cleriker dem Cellerarius als Zeugen zur Seite gestellt, damit
besonnener zu Werke gegangen werde, aber kein Cleriker und kein
Mönch wagt es, mir die eigentliche Ursache des Schuldenmachens
zu entdecken. Es wird jedoch erzählt, dass in dem Gastzimmer des
Priors mit dessen und des Cellerarius Zustimmung unmässige Gelage
gehalten und dass auch in dem Krankenhause aus Sorglosigkeit des
Hospitiarius ganz überflüssige Ausgaben gemacht werden. Ihr sehet
jetzt, welche Schuldenlast aufgelaufen ist; gebt mir einen Rath, wie
hier abgeholfen werden kann“. — Manche unter [den Mönchen, im
Stillen lächelnd, vernahmen diese Rede nicht ungern und sagten
unter sich insgeheim: „Wahr ist’s, was der Abt gesprochen hat“.
Wie es nun in solchen Fällen zu gehen pflegt, der Eine schob die
Schuld auf den Andern, der Prior auf den Cellerarius, der Cellerarius
auf den Hospitiarius, jeder aber wollte sich weiss waschen. „Wir
wussten,“ sagt Jocefin, „recht gut, wie die Dinge standen, aber wir
schwiegen aus Furcht“. Am folgenden Tage fand eine abermalige
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