Samson von Totlington, Aht von St. Kilinund.
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welchem der Prior und der ganze Convent den neuen Abt umarmte.
Hierauf begab sieb die ganze Versammlung in den Capitelsaal und
nachdem das Benedicite gesprochen, dankte Samson dem Convente,
dass man ihn, den Mindesten, nicht nach seinem Verdienste, sondern
nach Gottes Willen zum Abte gewählt habe; er bat dann noch um das
Gebet seiner Mitbrüder. Darnach wendete sich Samson zu den Rittern
und ersuchte sie, ihm mit ihrem Rathe in seinen weltlichen Angelegenheiten
beizustehen. Der Vicecomes Wimar ergriff das Wort und sprach:
„Auch wir sind bereit, Euch mit Rath und That beizustehen auf
alle Weise, wie einem lieben Herrn, den Gott zu seiner und des heiligen
Edmund Ehre berufen hat“. Zum Schlüsse wurden dann noch
die königlichen Urkunden über die Verleihung der Abtei verlesen.
Nachdem dies Alles vorüber war, begab sich Samson in seine
Gemächer, dann aber fand ein grosses Gastmal für mehr als tausend
Menschen Statt, die diesen Tag mit dem neuen Abte in grosser
Freude und Fröhlichkeit zubrachten.
X.
Samson und sein Convent.
1. Samson’s erste Massregeln.
Die Wahl Samson's zum Abte von St. Edmund war eine äusserst
glückliche, sie war die einzig mögliche, wenn das Kloster nicht
gänzlich zu Grunde gehen sollte *. Die Zustände der Abtei waren von
der Art, dass nur ein äusserst charakterfester und sehr kluger Mann
denselben begegnen konnte und ein Solcher war Samson; ja er war
mehr als das: er war ein seltener, durch Tugenden ausgezeichneter
Mann, ein einfacher Mönch, aber zum Regenten geboren, in harter
Schule auferzogen. Bei dem gänzlichen Verfall aller Ordnung im Kloster
hatte Samson eine dornenvolle Laufbahn zu wandeln, und man begreift
es, wenn er den Wunsch aussprach, niemals Abt geworden zu sein
und wie ihn das Amt des Bibliothekars glücklich gemacht hätte 2 ;
man begreift es, dass unter Sorge und Gram sein Haar frühzeitig
Jo c e I i n pag;. 6I>.
J o c c I i n pog\ 27.
Sitzb. d. phil.-hist. CI. XLVIII. Bd. I. Hft.
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