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Phillips
denselben nicht anders als erst nach eingeholtem Consense des Conventes
annehmen sollten.
Schon am folgenden Tage brachen die Dreizehn auf 1 ; Samson
folgte den zwölf anderen nach. Er hatte als Subsacrista die Reisekosten
zu bestreiten; gleichsam der Diener Aller hatte er keinen
Reisigen bei sich, sein Gewand trug er stets über dem Arme
und am Halse herabhängend die Tasche, in welcher der g.eheimnissvolle
versiegelte Zettel sich befand. Wir finden diese Reisegesellschaft
nachher in Waltham wieder und verweilen einen Augenblick bei den
im Kloster Zurückgebliebenen um ihre Gespräche zu belauschen: „Ich
weiss, wir werden einen Abt aus unserer Milte bekommen“, sagte
Wilhelm von Hastings. Hierauf erzählte er: er habe einen Propheten
im Traume gesehen; dieser sei im weissen Gewände vor dem
Kloster gestanden und er habe ihn in jener Beziehung befragt; der
Prophet aber habe geantwortet: „Ja, Ihr werdet Einen der Eurigen
zum Abte haben, aber er wird einem Wolfe gleich unterEuch wüthen“-Auch
ein anderer Bruder, Edmund, wollte eine Vision gehabt haben,
in welcher ihm geradezu Samson als künftiger Abt bezeichnet worden
sei. Er hatte diesen im Traume zwischen dem Cellerarius und dem
dritten Prior vor dem Altäre in feierlicher Kleidung gesehen; beide
habe er weit überragt, seine Stellung sei aber gewesen, als rüste
er sich zum Kampfe. Da sei denn der heilige Edmund aus seinem
Schreine gestiegen und habe seine nackten Füsse und Beine gezeigt.
Als aber Einer hinzutreten wollte, um ihm die Füsse zuzudecken,
habe der Heilige gerufen: „Bleibe zurück, siehe dieser da — und er
zeigte mit dem Finger auf Samson — wird meine Füsse zudecken.“
Natürlich fanden diese Traumgesichte ihre Interpretation, bei welcher
dann Jocelin die späteren Thatsachen zu Hilfe nimmt. Samson, als
Abt, zog es vor, lieber gefürchtet als geliebt zu werden und war in
so fern der Wolf; wirklich wurde auch mehrmals von den Mönchen
bei verschiedenen Gelegenheiten auf diesen Traum angespielt' 3 , ja
Samson selbst gedachte desselben 3 . In seiner Kampfbereitschaft
schienen die vielen Streitigkeiten, die er mit dem Erzbischöfe von
Canterbury, mit der Ritterschaft des Klosters, mit der Bürgerschaft
Jocelin pag. 14 sqq.
2 ) Jocelin pag. 22.
3 ) Jocelin pag. 27.