Phillips
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zu grosser Ehre des Klosters gereichen, wenn es Gott gefiele.“
Dem widersprach ein Anderer: „Nicht eine Ehre, sondern eine
Bürde wäre ein Mann, der in Speise und Getränk wählerisch ist,
der viel zu schlafen für eine Tugend erachtet, der viel auszugeben
und wenig zu erwerben weiss, der schnarcht, wenn Andere wachen,
der immer im Überflüsse leben will und sich nicht darum kümmert,
ob die Schulden von Tag zu Tag anwachsen, noch wie die Ausgaben
bestritten werden können, der Mühe und Arbeit hasst, unbekümmert
ob ein Tag geht und ein anderer kommt; ein Mann, der Schmeichler
und Lügner liebt und begünstigt; ein Mann anders im Wort, anders
im Werk. Vor einem solchen Prälaten bewahre uns Gott!“ Man sollte
meinen hierin einige Züge aus dem Porträt des Sacrista Wilhelm
wiederzufinden. Darauf sprach ein Anderer zu Gunsten dessen, den er
zu begleiten pflegte: „Jener Mann ist weiser, als wir Alle, in kirchlichen
sowohl, als in weltlichen Dingen; ein Mann tüchtig im Rath,
streng in der Ordnung, wissenschaftlich gebildet und beredt und von
stattlicher Gestalt; ein solcher Prälat würde für unsere Kirche eine
Zierde sein“. Dagegen wurde eingewendet: „Das ist wohl wahr,
wenn er in völlig sicherem und bewährten Leumund stünde;
sein Ruf schwankt; das Gerücht lügt vielleicht, vielleicht auch nicht,
und obwohl jener Mann klug ist, demüthig im Capitel, andächtig
beim Chorgebet, streng im Kloster wenn er sich im Kloster
aufhält, so hat er es doch in der Gewohnheit, dass, wenn er einem
Hofe vorsteht, er sehr leicht sich erzürnt, die Mönche gering achtet,
Laien begünstigt und wenn er einmal zornig ist, einem Bruder kaum
ein Wort von freien Stücken sagt, ja selbst dann nicht wenn er
befragt wird.“ Jocelin berichtet dann weiter, dass er vornommen
habe, wie Manche einen Bruder verwarfen, weil er ein wenig in
seiner Sprache behindert war; sie sagten von ihm „er habe einen
Kloss oder Treber im Munde, wenn er sprechen solle“. „Ich aber“,
sagt er weiter, „war damals noch jung und sprach wie ein Jüngling.
Niemandem, meinte ich, würde ich meine Stimme zum Abte geben,
der nicht etwas von der Dialektik verstünde und das Wahre vom
Falschen zu unterscheiden wüsste.“ Einer aber, der sich für sehr
gescheidt hielt, sprach: „einen thörichten und einfältigen Mann
wolle uns der allmächtige Gott zum Abte geben, damit er es nöthig
hat, sich von uns leiten zu lassen“. So vernahm ich auch, sagt
Jocelin, dass ein eifriger, gebildeter Mann, ausgezeichnet durch