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Phillips
er ein ziemliches Material von Steinen und Sand zum Bau eines
neuen Thurmes zusammen. Der Convent war daher sehr zufrieden
mit ihm, doch konnte man sich der Frage nicht erwehren, wo
Samson das Geld zu allen diesen Unternehmungen hernähme. Auf
die an ihn gestellten Fragen erwiederte er, dass einige Bürger der
Stadt ihm dasselbe heimlich zum Zwecke jenes Baues gegeben
hätten. Einige behaupteten indessen, Samson und Warinus, der
Wächter des Schreines, hätten die bei diesem dargebrachten Oblationen
zu jenem Zwecke verwendet; sie kamen auf diesen Verdacht,
weil in derThat Andere sich Manches von jenen Oblationen angeeignet
hatten. Samson jedoch und Warinus, um jenem ungerechten
Verdachte zu begegnen, Hessen einen eigenen Opferstock anfertigen
und an der Thüre der Klosterkirche aufstellen, um hierin die Beiträge
für den Thurmbau zu sammeln. Wilhelm Wardell aber und
andere Widersacher Samson’s, namentlich die Juden, steckten
sich hinter die beiden ritterlichen Custoden; diese untersagten
Samson jeden weiteren Bau und bestimmten die Oblationen zur
Schuldentilgung.
Unter diesen Umständen musste es für das Wohl des Klosters
von grösster Wichtigkeit sein, sowohl dass die Abtei bald wieder
besetzt, als auch, dass ein besonders tauglicher Mann, der nicht
wie der Prior Robert, allem Unfug durch die Finger sah, zum^Abte
gewählt würde. In der That richteten die Mönche täglich ihr Gehet
zu Gott und riefen den heiligen Edmund um seine Fürbitte an, dass
er ihnen bald einen geeigneten Abt geben wolle. Jocelin macht bei
dieser Gelegenheit die Bemerkung: „Viele würden nicht so andächtig
gebetet haben, hätten sie ahnen können, wer der künftige Abt
sein werde“ *.
Höchst interessant ist nun, wie bereits oben angedeutet wurde,
dieMittheilung des Chronisten über die Gespräche, weJchedieMönche
unter sich über den zu wählenden Abt führten 2 ; besonders zur
Zeit des üblichen monatlichen Aderlasses 3 schütteten sie sich ihr
Herz aus. Die Meinungen der Einzelnen gingen sehr weit auseinander.
„Jener Bruder ist ein guter Mönch“ sagten Einige, „und eine
*) Jocelin pag. 8 sqq.
2 ) Jocelin pag. 9 sqq.
3 ) Jocelin pag. 11. —Wegen des Minutor cnm garcione s. oben IV. S. 152. Note 2.