Samson von Tottington, Abt von St. Edmund.
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Samson hatte sich demnach schon frühzeitig die Abneigung des
Abtes Hugo zugezogen; auch in späterer Zeit wollte derselbe ihm nicht
wohl, obgleich er doch nicht umhin konnte, ihm v erschiedene Ämter
zu übertragen 1 - Er machte ihn zuerst zum Subsacrista; allein Samson
taugte auch den übrigen Klosterbeamten nicht, die ihn oft beim
Abte verklagten; er wurde dann von Amt zu Amt versetzt, bald war
er der Magister hospitum, bald der Speisemeister (Pitantiarius)
dann dritter Prior, dann wieder Subsacrisia, welch es Amt er heim
Tode Hugo’s bekleidete. Samson liess sich durch alles diess nicht’
beugen, sondern wandelte schweigsam seinen Weg, am wenigsten
entlockte man ihm eine Schmeichelei. Daher sagte der Abt zu seinen
Vertrauten: „es sei ihm noch kein Mensch vorgekommen, den
er sich nicht hätte willfährig machen können, einzig und allein der
Subsacrista Samson mache eine Ausnahme 3 .“
VI.
Die Zeit der Vacnnz der Abtei St- Edmund nach dem Tode des
Abtes Hugo.
Nachdem Abt Hugo zur Erde bestattet war, fasste man in dem
Capitel des Convents den Beschluss, die beiden Magister Samson
und Robert Ruffus an den Grossrichter Ranulph von Glanvilla
zu schicken uud ihm die Anzeige von dem Eintritte jenes Ereignisses
zu machen“. Die Boten eilten schleunigst nach der Normandie
und benachrichtigten auch den König davon. Dieser erliess ein
Breve, durch welches die Verwaltung der Einkünfte, so weit sie
nicht dem Abte zuzufallen hatten, dem Prior überlassen wurde; dagegen
übertrug er die Custodie der Abtei den beiden Rittern
Robert von Cokefeld 4 und Robert von Flamville. Diese
kamen alsbald nach St. Edmund, dessen sogleich alle Diener und
Verwandten des verstorbenen Abtes, denen derselbe während seiner
Krankheit etwas geschenkt hatte, so wie auch Alle, die etwas von
*) .1 o c e I i n pag. ö.
a ) Vergl. J o c e 1 i n pag. 13.
3 ) Jocelin pag. 6.
4 ) S. über diese Familie unten XIII. S. 204.