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Phillips
Früchte. Es war das Ganze ein gefahrvolles Unternehmen, da
jeder Cleriker, welcher Briefe des rechtmässigen Papstes bei sich
führte, besorgt sein musste, yon dessen Gegnern gefangen, verstümmelt
oder gar getödlet zu werden. Samson gab sich auf der
ganzen Reise für einen Schotten aus und Hess sich auch als solchen
ausspotten, wenn er seinen Stab gleich einem Wurfspiesse (schottisch
Gaveloc) hinschleuderte und dabei nach Sitte der Schotten allerhand
Scheltworte ausstiess. Wenn Jemand ihn fragte: wer er sei, antwortete
er Nichts weiter als: „Hule, viele Rome, turne Cantwereberei“,
was wohl heissen soll: „reise nach Rom und kehre nach
Canterbury zurück“ Worte, die so geläufig auch den Italienern
in ihrem Verbum das — rebbero ist, ihnen doch sehr unverständlich
geblieben sein müssen. Samson wurde indessen trotz der von ihm
angenommenen Rolle doch einmal von dem Burgmann eines Castells
gefangen und bekam dabei die Worte zu hören: „Dieser Herumtreiber,
welcher sich für einen Schotten ausgibt, ist ein Spion oder er
hat Briefe des falschen Papstes Alexander bei sich!“ Man visitirte
ihn darauf am ganzen Leibe, doch wusste Samson sich gut zu helfen;
in seinem ledernen Sacke hatte er das päpstliche Schreiben
unter einem Becher verborgen, und es gelang ihm dasselbe mit dem
Becher gleichzeitig herauszunehmen, so dass er, indem erdenseiben
in die Höhe hob, das Schreiben mit der Hand zudecken konnte. Auf
diese Weise kam er davon, aber man hatte ihn übrigens ganz ausgeplündert,
so dass er nunmehr durch Betteln sich weiter forthelfen
musste. Als er aber nach Hause kam, vernahm er zu seiner Betrübniss,
dass die Kirche von Woolpit dem aus der Leidensgeschichte
des heiligen Thomas Becket hinlänglich bekannten Gottfried Ridell
gegeben war. Der Abt Hugo, welcher diess Unrecht begangen
hatte, war nun, wie es öfters geht, auf den unschuldigen Samson,
der das Breve zu Gunsten des Klosters brachte, höchlich erzürnt
so dass dieser sich nicht vor ihm blicken lassen durfte; er verbarg
sich eine Zeit lang hinter dem Schreine des heiligen Edmund. Als er
dann aus seiner Zufluchtsstätte herauskam, sprach Niemand mit ihm;
der Abt aber Hess ihm durch einen Diener Fesseln anlegen und einsperren;
dann schickte er ihn auf längere Zeit nachAcra in Norfolk.
i) Carl y sie, Past and Present, pag\ 96 note. meint, es könne heissen: „Rome
forever, Canterbury not.“