Samson von Tottington, Abt von St. Edmund.
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einiger Zeit nach St. Edmundsbury hinführte. Als sie an die Pforte
des Friedhofes kamen, sagte er: „Siehe, Mutter, das ist der Ort;
siehe, dieselbe Pforte, die ich im Traume sah, als der Teufel mich
an sich reissen wollte“; kurz, er erkannte den Ort gerade so wieder,
als ob er ihn früher mit leiblichen Augen gesehen hätte. Er selbst
erklärte diesen Traum nachmals dahin, dass der Teufel ihn durch
die Genüsse der Welt habe an sich locken wollen, dass aber der
heilige Edmund ihn an sich gezogen habe, indem er gewollt, dass
er Mönch in seinem Kloster werden solle.
Samson war arm und erhielt seinen Unterricht als Freischüler
in der Schule des Wilhelm von Dice zu Bury St. Edmunds; ein treuer
Diener sorgte für seine kleine Habe. Seine eigentlichen Studien
machte Samson zu Paris. Aber auch hier war ein Almosen, wie es
ein Capellan, der sich durch das Austragen von Weihwasser etwas
verdiente 1 , ihm zugehen liess, eine Wohlthat, für die er sich noch
später erkenntlich zeigte 3 ; wahrscheinlich erlangte er zu Paris
die Würde eines Magisters. In seinem dreissigsten Jahre trat Samson
durch Ablegung der feierlichen Ordensgelübde in das Kloster ein
(1165), dem er jedoch schon früher angehört hat. Er unternahm
bereits zu der Zeit des Schisma’s, als gegen den rechtmässigen Papst
Alexander III. als Gegenpapst Octavianus aufgetreten war, im
Aufträge des Convents eine Reise nach Italien, um eine päpstliche
Bestätigung des Besitzes der Kirche von Woolpit zu erlangen 4 ,
deren Bestimmung es war, mit ihren Einkünften zur Unterstützung
kranker Mönche zu dienen. Alexander III. stellte die gewünschte
Urkunde 5 am 11. Jänner 1161, vermuthlich zu Anagni 6 aus, und es
lässt sich demnach die Zeit der Reise näher bestimmen.
Diese für Samson äusserst beschwerliche Reise trug indessen
ihm und seinem Gefährten Robert de Hingham keine guten
*) S. Du Ca n ge, Glossar, v. Aqua. 7. ßeneficia aquae benedictae. Rokewood, Noles.
pag. 122.
2 ) Vergl. J o c e I i n pag. 33.
3 ) Rokewood pag. 114.
4 ) Vergl. J o c e I i n p. 35.
5 ) R o k e w o o d, Notes, pag. 12G.
6 ) Alle Urkunden dieses Papstes von 13. Nov. 1159 bis 8. April 1161, in welchen der
Ort der Ausstellung angegeben ist, sind von Anagni datirt. S. .laffe, Regesla Rom.
Pontif. pag. 680 sqq.