Samson von Tottington, Abt von St. Edmund.
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sters zu sorgen; ihm untergeordnet waren mehrere andere Beamte:
der Schenke, der Seneschall, die Käufer (emptores), welche
für Abt und Convent die Einkäufe auf dem Markte besorgten und
hier theils den Vorkauf, theils das Recht hatten, manche Waaren
um einen billigeren Preis zu verlangen; ferner steht unter ihm der
Pförtner des grossen Thores, der Aufseher der Scheuern und mehrere
Andere, im Ganzen etwa vierzig Bedienstete l . Der erste Cellerarius
zur Zeit Htigo's machte bei einem Juden, Jur net mit Namen, welcher
nachmals Richard Löwenherz die Summe von achtzehnhundert
Mark zahlte, um nach des Königs gutem Willen sich in England
aufhalten zu dürfen 3 , verschiedene Anlehen ohne Mitwissen
des Convents 3 . Die Schuld wuchs bis auf sechzig Pfund und der Jude
forderte von dem Convente die Zahlung. Der Cellerarius wurde abgesetzt,
obschon er zu seiner Entschuldigung sich darauf berief, dass
er seit drei Jahren alle Gäste habe auf Befehl des Abtes, auch während
dessen Anwesenheit, im Kloster 4 verpflegen müssen. Magister
Dionysius kam an seine Stelle; ihm gelang es durch Vorsicht und
Sparsamkeit diese Schuld etwa bis auf die Hälfte herabzumindern.
Er wusste sich aber auch zu helfen; schon am dritten Tage nach
seiner Bestallung kamen drei Ritter mit ihren Knappen und begehrten
Aufnahme in dem Hause der Gäste. Der Abt war im Kloster
gegenwärtig, Dionysius aber führte die Ritter zu ihm und sprach:
„Herr, Ihr wisset wohl, dass es der Brauch ist, dass, wenn der Abt
zu Hause ist, Ritter und andere Laien auf Euerem Hofe beköstiget
werden; ich will und kann keine ßäste aufnehmen, hier habt Ihr die
Schlüssel des Cellerarius und bestellt einen Andern nach Euerm
Belieben.“ So musste der Abt nolens volens die Ritter selbst aufnehmen
und diesen Gebrauch auch fernerhin beobachten. Magister
Dionysius gab nachmals die Stelle auf, die einem andern Mönche,
Roger mit Namen, übertragen wurde.
Nächst dem Cellerarius erscheint der Sacrista 5 als der
bedeutendste Beamte. Er hat den Kirchenschatz in seiner Verwah-*)
S. D u g“ d a 1 e, Monast. Anglic. Tom. III. Doc. XV. pag. li>8; XXXIII. p. 164. Vieles
über den Cellerarius enthüll. Jocelin, p. 76.
2 ) R okew ootl, Notes, p. 108.
3 ) Jocelin p. 4 und 6.
4 ) Vergl. oben III. 5. S. 143.
5 ) S. über ihn Y a tes I. c. p. 102. D u g d a I e 1. c. Doc. XXV. p. 168; XXXII. p. 162.