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Phillips
Capitelhause begraben 1 . Von des Abtes Vetter, dem Dekan Herbert
von Haberton, wird weiter unten noch die Rede sein.
IV.
Ilngo, der neunte Abt von St. Edmund.
(llä?—1180.)
Nach Ording's Tode wurde der bisherige Prior von Westminster,
Hugo, zum Abte von St. Edmund erwählt und dann von Theobald,
dem Erzbischöfe von Canterbury, benedicirt. Er wohnte im Jahre
1163 dem vom Papst Alexander IR. zu Tours gehaltenen Concilium
bei, auf welchem er mit weit getriebenem Eifer dem Abte Robert
von St. Albans den ersten Platz unter den englischen Äbten streitig
machte; um seiner Sache ganz gewiss zu sein, hatte er diesen Platz
schon in der voraufgehenden Nacht in Resitz genommen 2 .
Abt Hugo war an sich ein eifriger Ordensmann, der sich auch
bemühte, die Regel des heiligen Benedict bei seinen Mönchen aufrecht
zu «‘halten; sehr ungünstig gestalteten sich aber die äusseren
Verhältnisse des Klosters 3 . Jocelin beginnt seine Chronik mit den
Worten: „Was ich gesehen und gehört habe, dass habe ich aufzuzeichnen
mich bemüht, einiges Schlechte einschaltend, um zur Vorsicht,
einiges Gute, um zur Nutzanwendung aufzufordern 4 .“ Er hat
hiebei unstreitig die schlechte Verwaltung des Klosters zur Zeit des
Abtes Hugo im Auge gehabt, da er unmittelbar darauf dieselbe mit
Ausführlichkeit beschreibt. Der alterndeAbt war allmählich ganz unselbstständig
geworden und Hess sich von denen, die ihn zu nehmen
verstanden und ihm schmeichelten, völlig leiten 5 ; es kam allmählich
sogar dahin, dass Niemand im Kloster ohne die Erlaubniss
i) Rokewood, Notes, p. 149.
Battely, Antiquitates pag. 76 sqq. — Yates, History and Antiquities of St.
Edmunds Bury, pag. 211 sqq.
3 ) Jocelin, Ciiron. pag. 1. Ordo quidem et religio fervebant in claustro et ea,
quae ad ordinem spectant; set exteriora male tractabantur, tfum quisque serviens
sub domino simplice et senescente fecit quod voluit, non quod decuit.
4 ) Jocelin 1. c. Offenbar spielt der Verfasser der pag. 50 eingeschalteten Episode
von Heinrich von Essex auf diese Worte Jocelin’s an.
■*•) Jocelin 1. c. p. 30.