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Phillips
Zeit eine nicht unbeträchtliche Zahl von Juden, die sich daselbst
sogar eine prächtige Syn agoge erbauten. 1
Abt Balduin erlebte noch die Vollendung des Neubaues der
Kirche, die nunmehr in Stein mit grösserer Pracht aufgeführt wurde;
der Zusammenfluss der reichlichsten Opfergaben hatte diess ermöglicht
2 . Sein Wunsch, sie feierlich consecrirt zu sehen, ging aber
nicht in Erfüllung. König Wilhelm II. Rufus war nicht so günstig
für das Kloster gesinnt, wie sein Vater; er bewilligte nur eine feierliche
Erhebung des Körpers des heiligen Edmund, die im Jahre 1095
von dem Bischof Wa 1 ke 1 i n von Winchester und von R a n du 1 f, des
Königs Capellan, vorgenommen wurde 8 . Nicht lange darauf, im Jahre
1097, starb Balduin; er hatte einen Bruder, Namens Fro d o gehabt,
von welchem die in Suffolk begüterte Familie Mendharn, deren
Schicksale auch mit der Geschichte von St. Edmund verflochten sind,
abstammt 4 .
4. Robert I.
(1100—1102.)
Das Kloster von St. Edmund theilte damals das Schicksal aller
englischen Abteien und Bisthümer; K. Wilhelm II. benützte jeden
Erledigungsfall, um sie so lange als möglich unbesetzt zu lassen und
ihre Einkünfte zu beziehen. Unter Wilhelm (f2. Aug. 1100) wurde
kein neuer Abt von St. Edmund eingesetzt; ausser dieser Abtei hatte
der König bei seinem Tode noch zehn andere, so wie in Folge der Vertreibung
des heiligen Anselm, das Erzbisthum von Canterbury und
ausserdem die beiden Bisthümer Winchester und Salisbury in seiner
Hand 5 . Sein Nachfolger Heinrich I. Beauclerc (1100—1135)
verfuhr nicht besser. Noch an seinem Krönungstage (5. August 1100)
ernannte er, um den mächtigen Grafen Hugo von Chester für sich zu
gewinnen, Robert, den Sohn desselben, einen jungen unerfahrenen
1) S. unten IV.
2 ) S. auch Willi. Malm esb. d. gest. Pontif. Anglor. Lib. II. col. 1522: Omnia
intus et extra innovata. Aedificionim decus oblationum pondus quäle et quantuin
in Anglia nusquam.
3 ) Rokewood 1. c. p. 125.
4 ) Rokewood 1. c. p. 132.
5 ) Henr. Run tind. Hist. Lib. VIII. (Migne,Tom. CXCV. col. 943).