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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

Samson  von  Tottington,  Abt  von  St.  Edmund.

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eine  neue  Bestätigung  der  Privilegien  des  Klosters  *.  Er  wallfahrtete
  öfters  dahin  und  pflegte  dann  die  letzte  Meile  auf  der  Reise  zu
„seinem  Verwandten“  (mine  maege),  wie  er  den  heiligen  Edmund
in  mehreren  seiner  Urkunden  nennte,  zu  Fuss  zurückzulegen.  Uvi
starb  1044  und  hatte  einen  seiner  Begleiter  aus  S.  Bennet  zum
Nachfolger.
2.  Leofstan.
(1044  —1065.)
Auch  Leofstan  erhielt  alsbald  von  KönigEd  ward  eine  Urkunde,
in  welcher  die  Immunität  des  Klosters  von  St.  Edmund  anerkannt
wurde 3 .  Ausserdem  gehört  aber  in  die  Zeit  dieses  Abtes  die  grosse
Schenkung,  welche  der  genannte  König  dem  Kloster  mit  dem  Witthum
  seiner  Mutter  Emma  machte;  man  hat  davon  eine  Erzählung 4 ,
die  nicht  gerade  den  Stempel  grosser  Wahrscheinlichkeit  an  sich
trägt.  König  Edward  habe,  so  wird  berichtet,  bei  einem  Besuche
in  St.  Edmund  bemerkt,  dass  die  jungen  Mönche  kein  anderes  als  nur
grobes  Gerstenbrod  erhielten;  er  habe  sich  daher  bereit  erklärt,
durch  eine  beträchtliche  Schenkung  diesem  Missstande  abzuhelfen.
Hierauf  soll  der  Abt  an  den  König  die  Forderung  gestellt  haben,
er  möge  dem  Kloster  die  Ortschaft  Mildenhall  und  die  Jurisdiction
sammt  allen  königlichen  Rechten  an  acht  und  einer  halben  Hundred  —
das  frühere  Witthum  der  Königinn  Mutter  —  verleihen;  Edward  sei
diese  Forderung  zwar  etwas  Indiscret  erschienen,  er  habe  sie  aber
doch  gewährt.
Abgesehen  von  der  angegebenen,  sehr  wunderlichenVeranlassung,
ist  es  doch  völlig  gewiss,  dass  Edward  diese  grosse  Schenkung  an  das
Kloster  St.  Edmund  gemacht  und  dadurch  dessen  Abt  in  die  Zahl  der
eigentlichen  Reichsbarone  aufgenommen  hat.  Diese  acht  und  eine
halbe  Hundred  bildeten  nunmehr  die  Baronie,  oder  wie  man  sich  im
Englischen  ausdrückt,  „The  Franchise“  des  Klosters.  Zweifelhaft  ist
nur  der  Zeitpunct,  wann  diese  Schenkung  stattgefunden  hat.  Die
Notiz,  dass  sie  schon  in  das  erste  Regierungsjahr  Edward's  falle,  ist

! )  K  em  b  1  e,  Codex  dipl.  aevi  Saxonici.  N.  868.  Tom.  IV.  pag.  210.
2 )  Kemblel.  c.  N.  874  pag.  220.  N.  883.  pag.  225  N.  893.  pag  230.
3 )  Kemb  le  I.  c.  N.  894.  pag.  250.
*)  C  o  IIe  ct.  Bur.  bei  D  u  g  d  a  I  e,  Monast.  Anglie.  Tom.  III.  p.  99.  —  Ya  t  es  I.  c.  p.  75.
            
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