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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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Phillips

in.

Die  ersten  acht  Äbte  von  St.  Edmund.

1.  Uvi.

(1020  -  1044.)

Die  Reihe  der  Äbte  von  St.  Edmund  beginnt  mit  jenem  Uvi,
welcher  im  Jahre  1020  die  Colonie  der  Mönche  von  S.  Bennet
dorthin  geführt  hatteKoni  g  Canut  hörte  nicht  auf,  der  Kirche  des
heiligen  Edmund  seine  Gunst  im  höchsten  Masse  zu  erweisen.  Er
opferte  an  dem  Schrein  des  königlichen  Märtyrers  seine  Krone 2  und
die  Geschenke,  welche  er  darbrachte,  waren  so  gross,  dass  Wilhelm
von  Malmesbury,  der  sie  noch  alle  in  ihrer  Vollständigkeit  sah,  sagen
konnte,  dass  jener  Ort  gleichsam  alle  übrigen  Klöster  Englands  in
sicherblicke 8 .  Hardicnut  (1039—-1042)  trat  in  die  Fussstapfen
seines  Vaters;  er  bestätigte  das  Immunitätsprivilegium  des  Klosters
und  bestimmte  eine  Strafe  von  dreissig  Talenten 4  in  Gold  für  die
Verletzung  desselben  Ein  ganz  besonderer  Wohlthäter  des  Klosters
wurde  aber  Hardicnut's  älterer  Halbbruder  Edward  der  Bekenner
(1042—1066).  Mit  Uezug  auf  die  erwähnten  Urkunden  seinerVorgänger
  ertheilte  er  alsbald  nach  seinem  Regierungsantritte  dem  Abte  Uvi

1)  Siehe  oben  I.  S.  1‘28.
2 )  Yates,  Ilistory  and  Antiquities,  p.  73.
3)  W  i  I  h.  Malme  sh.,  d.  gest.  Reg.  Anglor.  Lib.  II.  col.  181.  (.M  i  g  n  e  ,  Tom.  CLXXIX.
col.  1139)  —  basilicam  animositate  regia  construxit,  abbatem  et  monachos  inslituit,
  praedia  magna  et  multa  eontulit:  praestat  hodieque  donorum  ejus  amplitudo
integra,  quod  locus  iile  infra  se  aspiciat  oinnia  pene  Angliae  coenobia.
4 )  Du  Cange  s.  v.  Talentum  gibt  verschiedene  Werthbestimmungen  an.  Vielleicht
passt  hier  als  Analogie  das  daselbst  angegebene  Cilat:  Osbern.  Vita  S.  Alphegi
Arehiep.  Cantuar.  n.  28:  Ut  si  vita  ac  liberlate  velit  potiri,  sexaginta  auri  talenta
persolvat,  singulis  talentis  quinquaginta  librarum  pondere  appensis.  Diese  Stelle
findet  sich  auch  bei  Migne,  Tom.  CXLIX.  col  382.  als  cap.  10  und  lautet:  Deinde
si  vita  et  libertate  velit  potiri,  tria  millia  marcarum  ut  persolvat  exigunt.  Hier  ist
also  die  rnarca  der  libra  gleichgestellt  (—  sie  ist  fast  a / 3  derselben  —)  und  darnach
die  Berechnung  gemacht.
5 )  Siehe  Yates  1.  c.  p.  74.  —  Unter  der  Regierung  Edward’s  III.  wurde  im  Jahre  1346
William  Bateman,  Bischof  von  Norwich,  mit  Beziehung  auf  die  Bestimmung  Hardicnut’s
wirklich  zu  dieser  Strafe  verurtheilt.  S.  Yates  (I.  c.).  p.  108.  Auch  bei  einem
Processe  im  Jahre  1480  brachte  der  Abt  von  St.  Edmund  die  Urkunden  Canut’s  und
Hardicnut’s  als  Beweismittel  seiner  Immunität  vor.  S.  Mereweth  er  and  Stephens, ­
  Ilistory  of  boroughs.  Tom.  I.  p.  1003.

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