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Phillips
Wagen lud, nach dem Süden <. Aegelwin kam etwa im Jahre 1010
nach London, wo der Leichnam des heiligen Königs drei Jahre lang
in der Capelle des heiligen Gregorius bei S. Paul aufbewahrt wurde.
Bischof Aelfhu n von London wünschte nichts sehnlicher, als die
irdischen Überreste St. Edmund’s dort behalten zu dürfen, allein sobald
die Rückkehr nach dem von Suen und seinem Feldherrn Turkill
ausgeplünderten Bury nur irgend möglich war, bestand Aegelwin
darauf, dass er den heiligen Leib wieder an seine frühere Ruhestätte
zurückführen müsse; er bewerkstelligte dies dann auch wirklich 3 .
Für eine kurze Zeit findet man die Congregation von Weltgeistlichen
am Grabe des heiligen Edmund wieder, doch ging sehr bald
damit eine grosse Veränderung vor sich. König Canut, Suen's
Sohn, welcher sich im Jahre 10t 6 die Krone Englands aufs Haupt
setzte, hatte sich zum Christenthume bekehrt. In Anbetracht des
Unrechtes, welches sein Vater gegen den heiligen Edmund begangen
hatte, und des plötzlichen Todes, welchen jener gestorben war, fand
er sich bewogen, die Verehrung des Heiligen nach Kräften zu befördern.
Während die Congregation weltlicher Cleriker gänzlich aufgelöst
wurde, gründete Canut zu Bury St. Edmund's ein Kloster 3 .
Auf diesen Entschluss scheint aber vornehmlich der ehrwürdige
„Wagenlenker des heiligen Edmund“ Aegelwin eingewirkt zu haben,
den man auch bei dieser Angelegenheit besonders thätig sieht.
Aegelwin war nämlich nach der Resignation Alfgar’s Bischof von
Elmham geworden. Er traf nunmehr die Einrichtung, dass von den
sechsundzwanzig Mönchen des in seiner bischöflichen Stadt
gelegenen Klosters S. Beim et, die eine Hälfte unter dem
Prior Uvi nach Bury St. Edmund’s übersiedelte, wohin dann
auch die Hälfte aller Bücher, Kirchengeräthe und Gewänder,
welche jenem Kloster angehörten, übertragen wurde 4 . Aegelwin
verzichtete auf seine bischöflichen Rechte in Beziehung auf da s
neue Kloster, und so stellte in Folge dessen König Canut im Jahre
1021 auf der zu Winchester gehaltenen Reichsversammlung 5 eine
1) Siehe Liber M i ra e u 1 o r u in col. 829.
2 ) L i I) er M i r a c u 1 o v u m col. 827. — 0 rd e r. V i t a 1. Hist, eccles. Lih. IV. cnp. 9
(Migne, Tom. CLXXXVIII. eol. 324.)
3 ) Vergl. Wilhelm Malmesb. d. gest. Heg. Anglor. Lih. II. S. 181. col. 1139.
4 ) D u g d a I e I. c. p. 98.
5 ) Coiic. W i n t o n. ann. 1021. (Bei H a r do h i n , Concil. Tom. VI. P. I. eol. 823 sqq.)