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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 48. Band, (Jahrgang 1864)

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Samson  von  Tottington,  AM  von  St.  Edmund.

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bestand  \  so  änderte  doch  die  Ortschaft  ihren  bisherigen  Namens  und
wurde  S.  Edmundshirig  (Seint  Edmundes  biri)  oder  ßury
St.  Edmund’s  genannt.  Über  dem  Körper  des  königlichen  Märtyrers
erhob  sich  alsbald  eine,  freilich  auch  nur  aus  Holz  gebaute  Basilika
und  an  derselben  versahen  mehrere  Geistliche,  anfänglich  vier  Priester ­
  und  zwei  Diakonen,  den  Dienst.  Vermuthlich  um’s  Jahr  924
wurden  diese  Geistlichen,  deren  Zahl  allmählich  bedeutend  vermehrt
worden  war,  zu  einer  Corporation  vereinigt.  Der  König  Aethelstan
schenkte  der  Kirche  des  heiligen  Edmund  ein  kostbares  Evangeliar  ium
und  seinBruder  undNachfolger  Edmund  (940  —  946)  verlieh  unter
Hinzufügung  bedeutender  Schenkungen  an  Grundbesitz 8  der  gedachten ­
  Kirche  das  erste  Privilegium  einer  Jurisdiction  über  die
Ortschaft  selbst.  Seither  fehlte  es  auch  nicht  an  anderweitigen
Schenkungen,  welche  theils  Geistliche,  tlieils  Weltliche  zu  Gunsten  des
heiligen  Edmund  vermachten;  viele  Urkunden  der  Art  finden  sich
in  Kemble’s  Codex  diplomaticus  aevi  Saxonici.
Sowohl  in  Beziehung  auf  den  heil.  Edmund  selbst  als  auch  hinsichtlich ­
  des  nachmaligen  Klosters  zu  Bury  spielt  eine  durch  Bescheidenheit ­
  ausgezeichnete  Persönlichkeit  eine  grosse  Rolle;  es  ist  diess
der  Mönch  Ae  gelwin  vonEly.  Derselbe  kommt  unter  der  sehr  eigenthümlichen
  Bezeichnung:  „Anriga  S.  Edmundi“  vor,  womit  es  folgende ­
  Bewandtniss  hat:  Die  Congregation  der  weltlichen  Geistlichen
zu  St.  Edmundsbury  scheint  durch  ihren  Mangel  an  Disciplin  die
Unzufriedenheit  desDiöcesanbischofes  Al  gar  vonElmham  oder  Holme
(Hulme)  sich  zugezogen  zu  haben 4 ;  dieser  vertraute  daher  den  Leib
des  heiligen  Edmund  der  speciellen  Obhut  jenes  Mönches  von  Ely  an.

Als  nun  zu  Anfang  des  eilften  Jahrhunderts  die  Dänen  unter  ihrem

gewaltigen  Könige  Suen  Ostanglien  abermals  heimsuchten,  flüchtete
Aegelwiu  mit  dem  Körper  des  heiligen  Edmund,  den  er  auf  einen

!)  J  o  c  e  1  i  n  (s.  unten  II.  S.  129)  p.  75.  Quod  messuagium,  cum  orto  adjaeente,  <|uem
nunc  infirmarins  tenet,  fuit  mansio  B  eodrici,  qui  fuit  antiquitus  dominus  istius
ville,  nnde  et  villa  dicta  fuit  Beodrichesworth,  cujus  campi  dominici  nunc
sunt  in  dominio  celerarii.  Quod  autem  nunc  vocatur  a  v  e  r  1  a  n  d  fuit  terra
rusticorum  ejus.
2 )  R  o  k  e  w  o  o  d  I.  c.  p.  148  meint,  der  Name  sei  erst  zur  Zeit  Edward’s  des
Bekennprs  geändert  worden.  Allerdings  nennt  noch  der  Liber  Miraculorum
col.  852  die  Bewohner  von  Bury:  Beodricenses.
3 )  1)  u  g  d  a  1  e  I.  c.  Docum.  IV.  p.  137.
4 )  Yales  1.  c.  p  GO.
            
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