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Phillips
welche er zugleich als ein Andenken an England, Dunstan widmete.
Er selbst wurde zu Anfang des eilften Jahrhunderts (1004) von der
ruchlosen Hand eines seiner Untergebenen getödtet i .
Jener Inguar, welcher an der Spitze einer Schaar erschienen
war, deren Grausamkeit mit der der Menschenfresser verglichen
wird 3 , verschwindet bald von dem Schauplatze der Geschichte.
Allmählich kamen dann die Christen Ostangliens aus ihren Schlupfwinkeln
hervor und waren nun auch darauf bedacht, die Leiche
ihres heldenmüthigen Königs aufzusuchen. Man fand diese unversehrt,
so wie auch sein abgeschlagenes Haupt, welches, wie erzählt
wird, von einem Wolfe bewacht 3 , sich auf eine wunderbare Weise
kenntlich gemacht und mit dem übrigen Körper vereinigt haben
soll 4 . Der heilige Leib wurde hierauf in einer Ortschaft, Namens
Hoxne, zur Erde bestattet und darüber eine kleine hölzerne Capelle
gebaut 5 . Die vielen Wunder indessen, welche an dem Grabe
Edmund's geschahen und alsbald eine grosse Verehrung desselben
als eines Heiligen zur Folge hatten 6 , gaben zu Anfang des zehnten
Jahrhunderts Veranlassung dazu, den Körper desselben an einen
ansehnlicheren Ort zu transferiren. Ein dort ansässiger, aus
königlichem Blute entsprossener Edelmann 7 , Beodrich mit
Namen, schenkte dann im Jahre 903 seine nach ihm benannte Ortschaft
Beodricheswo r t h, dem heiligen Edmund. Obschon
Beodrich’s Wohnhaus noch zu Anfang des dreizehnten Jahrhunderts
A i in o i n. I. e. cap. 20 col. 410.
а ) Ab ho I. c. cap. 5. col. 510.
3 ) Der das königliche Haupt schützende Wolf war ein häufiger Gegenstand bildlicher
Darstellungen, die sich in dem Kloster St. Edmund vörfanden. S. Yates, llistory and
Antiquities of the Abbey of St. Edmunds Bury, 2 d edit. London 1843. Plate, c. II. Der
Saciista des Klosters führte diesen Wolf in seinem Wappen. S. Bio me fiel d,
Norfolk, Vol. I. p. 203. — Yat es 1. c. p. 194.
4 ) Ab bo l. c. cap. 12. col. 515. — S. auch Ch r o n. Turo n. (bei M arte n e, Amplissima
Colleetio Tom. V. col. 096). Dassselbe erzählt Order. Vital. I. c. cap. 22.
col. 366. von dem unschuldig hingerichleten Grafen Gallenus.
5 ) Vieles hiebei* Gehörige findet sich ausser in dem angegebenen Werke von Yates
p. 42 sqq. hei ßattely, Antiquit. S. Edmund. 1745 und bei Dugdale 1. c. Tom
111. p. 98 etc.
б ) Vergl. Li her M iraculorum S. Eadmundi Orientalium Anglorum Regis auetore
anonymo (bei M a r l e n e 1. c. Tom, VI. col. 822 sqq.).
7 ) R o k e w o o d I. c. p. 150.