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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 41. Band, (Jahrgang 1863)

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Dr.  P  f  i  z  m  a  i  e  r

Indem  er  diese  Männer  mit  Vorwürfen  überhäufte,  sagte  er  zu  ihnen:
Ich  der  unbedeutende  Mensch  lebte  in  der  Fremde  lange  Zeit.  Habt
ihr  vordem  auch  etwas  davon  gehört?  —  Diese  Worte  hatten  die
Wirkung,  dass  die  Würdenträger  von  Wei  entschlossen  waren,  Aufruhr ­
  zu  erregen,  worauf  Fürst  Tschuang  von  seinem  Vorhaben,  die
Grossen  seines  Landes  hinrichten  zu  lassen,  abstand.
Im  zweiten  Jahre  des  Fürsten  Tschuang  (479  vor  uns.  Zeitr.)
starb  Khung-khieu  (Khung-tse)  in  Lu.
Im  dritten  Jahre  seiner  Lenkung  (478  vor  uns.  Zeitr.)  bestieg
Fürst  Tschuang  eines  Tages  die  Mauern  seiner  Hauptstadt  und
erblickte  die  Stadt  ijijtj  Jung-tsclieu,  eine  Ansiedlung  der  westlichen ­
  Fremdländer.  Der  Fürst  rief  bei  diesem  Anblicke  voll  Verachtung: ­
  Was  haben  die  Gefangenen  der  westlichen  Fremdländer  hier
zu  thun?  —  Die  Bewohner  von  Jung-tscheu  nahmen  diese  Äusserung ­
  sehr  übel.  Im  zehnten  Monate  des  Jahres  beklagte  sich  Jungtscheu
  bei  Tschao-kien-tse,  dem  Haupte  des  Geschlechtes  Tschao
in  Tsin.  Derselbe  suchte  die  Hauptstadt  von  Wei  sofort  mit  einer
Belagerung  heim.  Schon  im  eilften  Monate  des  Jahres  verliess
Tschuang,  Fürst  von  Wei,  seine  Hauptstadt  und  begab  sich  auf  die
Flucht.
Nach  der  Flucht  des  Fürsten  Tschuang  erhoben  die  Machthaber
von  Wei  den  Fürstensohn  fafjj  Puan-sse,  einen  Enkel  des  früheren ­
  Fürsten  Siang,  zum  Landesfürsten.  Aber  Tsi  richtete  einen
Angrilf  gegen  Wei,  nahm  Puan-sse  gefangen  und  bewirkte  seinerseits ­
  die  Einsetzung  des  Fürstensohnes  Khi,  eines  Sohnes  des
früheren  Fürsten  Ling,  zum  Landesfürsten  von  Wei.
Der  Landesfürst  Khi  ward  indessen  schon  im  ersten  Jahre  seiner
tj-a  ^  Schi-man-tschuen,
einen  grossen  Würdenträger  von  Wei,  vertrieben  und  floh  nach  Tsi.
In  diesem  Augenblicke  kehrte  Fürst  Tsch’lm,  früher  der  Sohn
Ts  elf  ln  genannt,  aus  Tsi,  wo  er  sich  bisher  aufgehalten,  wieder  nach
Wei  zurück  und  wurde  daselbst  zum  Landesfürsten  eingesetzt.  Fürst
Tsch’hü  war  zwölf  Jahre  im  Besitze  seiner  Würde  gewesen,  als  er
das  Land  verliess.  Nachdem  er  vier  Jahre  in  der  Fremde  zugebracht,
kehrte  er  wieder  zurück.  Von  diesem  Fürsten  wird  noch  bemerkt,
dass  er  im  ersten  Jahre  seiner  zweiten  Lenkung  (476  vor  uns.  Zeitr.)
            
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