Full text: Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 13. Band, (Jahrgang 1854)

Bericht über die in Konstantinopel erschienenen Werke. 
19 
Propheten vorausgeschickt wird, sogleich mit Angabe der Quelle 
welcher das Buch sein Entstehen verdankt, nämlich eines theilweise 
hebräisch und syrisch geschriebenen Werkes voll Weisheit wie Tau 
send und Eine Nacht, „Ausgewähltestes der Phantasie“ *) betitelt, 
woraus der Verfasser die gegenwärtigen Bruchstücke entnahm. Dass 
diese Quelle eine blos phantastische ist, bedarf wohl nicht erst der 
Erwähnung, indem die Annahme, der Verfasser, ein Osmanli höherer 
Kategorie, hätte sich bis zum Studium des Hebräischen und Alt 
griechischen verstiegen, auch die kühnste Phantasie übersteigen würde. 
Leider sind die nachfolgenden Märchen hei weitem minder phantasie 
reich und nur matte Nachbildungen der Tausend und EinenNacht, deren 
Mannigfaltigkeit und eingestreute schöne Verse weder durch gleich leb 
hafte Erfindung, noch durch schwunghaft tönende Prosa ersetzt werden. 
Der Abschnitte sind 19 mit nachstehenden Überschriften: 1) Erstes 
Phantasiebild 3 ). 2) Geschichte des Prinzen Afsil. 3) Geschichte 
des Abdus-Samed, Kaisers von Ceylon. 4) Geschichte des Prinzen 
Nesil, Bruder des Fürsten Afsil. 5) Erzählung vomFiruf Schah. 
G) Zweites Phantasiebild (die darin enthaltene Geschichte spielt im 
alten Athen). 7) Erzählung vom Ebu Ali. 8) Vom Mo 11a Emin. 
9) Von Ferruchnaf, der Tochter des Kaisers von China, und dem 
Eklil elmülk. 10) Lehrreiche Erzählung vom Chodseha Ab 
dullah. 11) Erzählung vom edlen Dschewad. 12) Vom Dsche- 
wad und Eklil elmülk. 13) Vom Schemr Schah und Huma. 
14) Wunderbare Geschichte vom Gliadhanfer und derRahile. 
15) Erzählung vom K ara Chan. 16) Drittes Phantasiebild. 17) Er 
zählung vom Prinzen Nadschi billahi und der Schahide. 
18) Geschichte der Frau Emine. 19) Geschichte des Redscheb 
Bascha. 
Auf einem dem Inhaltsverzeichnisse vorgebundenen Blatte finden 
sich biographische Notizen über den Verfasser. Dieser nannte sich 
Kiridi Afif Efendi, d. i. Afif Efendi der Kretenser, und schrieb 
dieses Buch im Jahre 1211 d. II. (1796 ehr. Zeitrechn.), worauf er 
als Gesandter der Pforte nach Berlin ging, wo er 1213 d. H. starb. 
Er soll in den speculativen Wissenschaften sehr bewandert gewesen 
sein und die auf mehrfache von europäischen Gelehrten an ihn 
JULI 2) Jj! JLo 
2
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.