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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Scliuchardt.

tente  24  (sogar  eu  bem  contente  lie  21),  non  tem  Boz  cansado  154,
quando  tem  cansado  148  und  eu  ja  estd  cansado  147,  tem  bureau’s
riba  174  und  estdvieza’s  riba  180.  Im  Ceylonport,  stellt  tem  aucli
immer  für  e;  in  unseren  Texten  aber  ist  dies  allzu  häufig - ,
als  dass  es  mit  Sicherheit  sich  als  nicht  authentisch  betrachten
liesse.  Zuweilen  fehlt  es:  quem  aquelle?  37,  este  minha  nom  200
(sogar  auch  estd:  quem  la  109).  Doch  wird  es  auch  durch  tem
ersetzt:  ja  tem  tempo  114.  142,  nom  tem  tarde  145  (he  bem
tarde  78).
Das  Imperfectum  wird  mit  tinha  gebildet.  Organische
Imperfectformen:  devia,  era,  podia,  queria,  tinha;  die  letztere
scheint  das  Perfectum  im  Sinne  von  ,habui'  zu  vertreten
(10.  13).
Das  positive  Perfectum  hat  ja  (auch  ja  foi),  das  negative
nunca.  Nunca  sabe  257  in  präsentischer  Bedeutung.  Vusse  nun[c]
ja  da  VIII,  29  ,Ilir  habt  niemals  gegeben.'
Das  positive  Futurum  hat  lo  (Jiede  93.  95,  hade  288),
das  negative  nada.  Die  volle  Form  logo  in  ja  logo  to  vai  72
(Sie  sind  schon  im  Begriff  zu  gehen)  und  nom  hade  144.  Nada
sabe  124  in  präsentischer  Bedeutung.  Von  dem  Futurum  mit
hade  ist  ein  Conditionalis  mit  liavia  de  218  abgeleitet.
Die  Wortstellung  ist  wie  auch  sonst  im  Indoportugiesischen ­
  ziemlich  frei,  z.  B.  eu  noticia  nom  tinha  29,  eu  bem
contente  he  21,  bastanti  cousa  tem  que  faze  84.
Befremdlich  ist  die  spanische  Wortform  liombre  für
homem,  homi,  homm  (Ceylon,  Cochim,  Diu). 1
Gegenüber  dem  Indoportugiesischen  der  noch  heute  portugiesischen ­
  Colonien  wird  das  der  schon  längst  unter  britischer
Herrschaft  stehenden  Gebiete  Spuren  englischen  Einflusses
aufweisen.  In  den  Texten  von  Cochim  finde  ich  allerdings
einige  englische  Wörter,  sonst  aber  kaum  etwas,  was  mit  Wahr-1

  Herr  Mascarenhas  erklärt  dies  aus  dem  Einfluss  europäischer  Missionäre.
So  habe  der  Spanier  Br.  Hilario  de  S l “  Teresa  gesagt:  chama  aquelle
liombre,  falle  com  aquelle  liombre,  aquelle  bom  liombre.  Von  vielen  indoportugiesischen
  Frauen  und  Kindern  hat  Herr  M.  liombre  gebürt  (in  der
zuletzt  gesandten  Uebersetzung  der  biblischen  Parabel  schreibt  er  selbst
aber  liomi),  und  ebenso  libro,  nicht  livro  und  libre,  nicht  livre.  Sollte
nicht  liie  und  da  in  den  romanischen  Urzeiten  die  Autorität  des  geistlichen ­
  Wortes  ähnlich  gewirkt  haben?
            
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