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S c li u c h a r d t.
sein scheint. 1798 verordnete ein königliches Decret für Goa,
dass die Verlobung vor dem Pfarrer und drei Zeugen stattzufinden
hätte; die goanischen Geistlichen führten das in Canara
ein, indem sie sich mit zwei Zeugen begnügten. Dieser Gebrauch,
der hier noch besteht, also der Ringewechsel zwischen
Braut und Bräutigam, wird exploracäo• genannt. Anderseits
heisst es gerade von den Konkanis Mangalore’s: , Sie verschmähen
den Handel nicht, lieber noch speculiren sie auf
Beamtenstellen und wissen daher die englische Bildung zu
schätzen* (Burkhardt-Grundemann, Kleine Missionsbibliothek
III, i, 257).
Unter den im Folgenden mitgctheilten Liedern zeigen II,
III und IV manche Verwandtschaft untereinander; von V und
VI sind Varianten aus Diu (Kreol. Stud. III, 13) schon bekannt. 1
Die Gespräche, obwohl sie übersetzt sind, werden die beste
Vorstellung von dem lebenden Idiom geben; die zweite Erzählung
ist am meisten portugiesirt. Auch diese Texte gebe
ich ohne jede Verbesserung wieder.
Lieder.
I.
1. Minha amigo hem prezad,
He minha desejo ardente
Que ja tinha gozad
De saude excellente.
2. Vossu saude sadi
He por mim lmm model
De prazer e alegri
E de amizade hum seil.
1 Auch das Lied Patrice amada (Kreol. Stud. II, 4) wird mir aus Mangalore
geschickt, mit einer Strophe (nach der zweiten) mehr:
Naviguei em tantos mares
E rodiei todas terras bambem.
Weiter heisst es: Consumi todas pedras tambem. Für per di: perdei. Refrain:
Ay, a.y, a lembranga do meu bem. Es klingt wie ein wehmütliiger
Nachruf an die portugiesische Herrlichkeit.