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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

Diese  Art  ist  zweierlei:  eine  einfache  und  eine  verbindende,
z.  B.  einfache  Art:  iukakung  ich  bin  schuldig  zu  nehmen.  Verbindende ­
  Art:  Sudükakang  achtdkung  wenn  ich  schuldig  sein  werde
zu  nehmen.
Die  unbestimmte  Art  hat  alle  Zahlen  und  Personen  und
ist  zweifach:  eine  einfache,  welche  durch  die  Infinitive  anderer
Sprachen  ausgedrückt  wird,  und  eine  verbindende,  bei  welcher
das  Bindewort  ,damit,  auf  dass'  verstanden  wird.  Z.  B.  h'mgan
mir  nehmen,  sugmin  dir  nehmen,  sügan  ihm  nehmen,  sügta  um
mir  zu  nehmen,  sugtcliin  um  ihm  zu  nehmen.
Die  gebietende  Art  ist  dreifach:  eine  einfache,  eine  bezügliche ­
  und  eine  zukünftige.  Die  erstere  gebraucht  man,  wenn  man
einer  oder  mehreren  Personen  befiehlt,  Eines  oder  Mehreres  zuthun,
z.  B.  süda  nimm,  md’ik  nehmet  (beide),  süHi  nehmet  (mehrere).
Die  bezügliche  Art  gebraucht  man,  wenn  man  Mehreren
befiehlt,  Eines  oder  Mehreres  zu  thun,  z.  B.  mchta  nehmet  Einen
oder  Eines,  irgend  etwas,  sütcMk  nehmet  zwei  Dinge,  iutchin
nehmet  mehrere  Dinge.
Die  zukünftige  gebietende  Art  gebraucht  man,  wenn  man
irgend  Jemandem  befiehlt,  etwas  nicht  jetzt,  sondern  nachher  zu
thun.  Man  bildet  sie  durch  das  im  Imperativ  gesetzte  Hilfszeitwort
ag’nkung  ich  ging  hinzu,  während  das  regierende  Zeitwort  im  ersten
Infinitiv  steht,  z.  B.  Summ  ag’dda  nimm  nachher  oder  wann  immer.
Der  Imperativ  hat  nur  die  zweite  Person  in  allen  Zahlen.
Wenn  man  ihn  jedoch  in  der  dritten  Person  ausdrücken  muss,
so  setzt  man  vor  der  Endung  die  relative  Partikel  cchi,  welche
einen  Befehl  oder  eine  Nöthigung  bezeichnet,  ein.  Z.  B.
tdngada  trinke,  tangacchida  er  trinke.  Bisweilen  fügt  man  statt
dessen  an  den  unbestimmten  Conjunctiv  das  Adverbium  aviäja
lasse,  z.  B.  amdja  sugdgta  lasse  ihn  nehmen.
Man  ersetzt  im  Aleutischen  die  negative  Partikel,nicht'  auf
verschiedene  Weise:  entweder  durch  das  Bindewort  uljuk  glicht',
oder  durch  die  Sylben  läke,  läga,  gand.  Doch  diese  Partikeln  und
nicht  selten  auch  das  Bindewort  uljuk  werden  in  die  Mitte  und
zwar  nicht  immer  ohne  eine  Auswahl  gesetzt.  Weniaminow  theilt
daher  alle  Arten  des  Verbums  in  positive  und  negative.  So  positive ­
  z.  B.  sukung  ich  nehme,  &üda  nimm,  sünakhing  ich  nahm.
Negative  z.  B.  suläkakhing  ich  nehme  nicht,  sidägdda  oder
Süganachtchin  nimm  nicht,  iunag’üljuting  ich  nahm  nicht.
            
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