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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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P  f  i  z  m  a  i  e  r.

Bei  den  Substantiven  beobachtet  man  bis  sechzehn  verschiedene
  Endungen  oder  Beugefälle,  welche  eine  verschiedene
Eintheilung  haben.
Weniaminow  gibt  den  Substantiven  der  aleutischen  Sprache
fünf  Beugefälle:  den  Nominativ,  Genitiv,  Dativ,  Accusativ  und
Präpositiv,  z.  B.  add  der  Vater,  ’ädam  des  Vaters,  ’adamdn
dem  Vater,  ’  ädakh  den  Vater,  addgan  ilan  von  dem  Vater.
Im  Dual  und  Plural  hingegen  sind  nicht  mehr  als  drei  Beugefälle: ­
  der  Nominativ  oder  die  gemeinschaftliche  Endung,  der
Dativ  und  bisweilen  der  Präpositiv.
Die  Beugefälle  theilen  sich  je  nach  ihrer  Bedeutung  und
nach  den  Endungen  in  unbestimmte,  zueignende  und  persönliche, ­
  instrumentale  oder  organische.
Unbestimmte  Beugefälle  seien  solche  Endungen,  welche
sich  auf  keine  Person  beziehen,  oder  bei  welchen  die  auf  die
unbestimmte  Person  bezügliche  Sache  sich  verändert,  z.  B.
ädakh  Vater.  Unbestimmte  Beugefällo  sind  in  der  einfachen
Zahl  fünf:
1.  Der  Nominativ.  Dieser  Beugefall  ist  ein  zweifacher:
ein  gewöhnlicher  oder  einfacher  und  ein  verkürzter.  Der  letztere ­
  entsteht  durch  Wegvverfung  des  letzten  Vocals  und  Uebertragung
  des  Accents  auf  die  letzte  Sylbe.  Z.  B.  ädakli  Vater,
gekürzter  Nominativ:  «da;  taijagukh  Mensch,  verkürzter  Nominativ: ­
  tavjagu:  edeh  Hand,  verkürzter  Nominativ:  cd.
In  den  auf  g  endenden  Wörtern,  in  welchen  vor  dem
Endvocal  nicht  g,  sondern  die  übrigen  Buchstaben'  wie  n,  kh
und  andere  sich  finden,  wird  der  verkürzte  Nominativ  durch
Hinzufügung  von  a  gebildet,  z.  B.  kannüg  Herz,  verkürzter
Nominativ:  kannuga.
2.  Der  Genitiv  hat  die  Endung  m  und  wird  durch  Hinzufügung ­
  dieses  Buchstaben  an  den  verkürzten  Nominativ  gebildet, ­
  z.  B.  verkürzter  Nominativ:  add  Vater,  ädam  des  Vaters.
Der  Accent  jedoch  bleibt,  wie  er  in  dem  einfachen  Nominativ
(ädakh)  gewesen.
3.  Der  Dativ  endet  auf  man  und  wird  durch  Hinzufügung
der  Silbe  an  an  den  Genitiv  und  zugleich  mit  einem  neuen
vorgeschobenen  Accente  gebildet,  z.  B.  ädam  des  Vaters  adamän,
dem  Vater.
            
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