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Z i n g e r 1 e.
Die raine magt Breida
liet zwei ros da,
Die gab sy den selben armen,
durch got wold sy ir selben darben.
225 Furpas sy do nicht mochten,
wann ze gen si 1 nicht tochten.
Do sy sassen, da pei was
bei der strasse ain grüner waz;
Si sprach: ,(ez?) vert des ende
230 vnd die strasse manig eilend,
Den von durst geschieht vil we;
ich wil daz [n]eivr iegleich ge
Vnd helfe den wasen vmb graben,
den ivir hie bei vns haben.
235 Von dem ivasen wart ain ring,
dar aus gieng ain vrspring,
Der schönste, der ie wart gesehen,
des muessen noch die leute iehen.
Des danckten sy got von himelreich,
240 der an dam prunnen tet tugentleich.
Einem herzögen wart gaseit,
das preida die raine magt
Die ros liet durch got gegeben
vnd die sioester musten leben
245 Vil mangels dar under
An wit (witze?) vnd mit kumber; Bl. 100“
Die gute erparmt im sere,
er gab ir durch gots ere
Vier ros besser wider,
250 der sy vil genuzzen sider.
Das fugte got vmb das,
das ir ir sivestern iclit trügen haz.
An dem antlas tage her nach
Breide zu ir swestre sprach:
255 , Wir sullen vnser recht began,
für vnser siechen chniende stan
1 si übergeschrieben, daneben in getilgt.