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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Ffizmaier.

russische  Wörter  und  selbst  die  russische  Wortstellung.  Man
könne  glauben,  dass  ein  solcher  Gebrauch  zugleich  mit  der
Ankunft  der  Russen  begonnen  habe  und,  so  massig  er  auch
gewesen,  während  der  Dauer  beinahe  eines  ganzen  Jahrhunderts
einen  nachtheiligen  Einfluss  auf  die  ganze  Sprache  eines  wenig
zahlreichen  und  unter  fremder  Herrschaft  stehenden  Volkes
haben  möge.  Zum  Beweise  dessen  diene,  dass  von  den  Veränderungen ­
  der  Zeitwörter  in  den  Arten,  besonders  in  der
selbständigen,  viele  junge  Aleuten  nicht  nur  keinen  Gebrauch
machen,  sondern  selbst  nicht  so  bald  sie  *  verstehen  können,
und  dass  man  auch  die  Nenn-  und  Zeitwörter  statt  der  einfachen
Zahl  im  Russischen  in  der  vielfachen  gebraucht,  ein  Gebrauch,
welcher,  wie  man  annimmt,  nicht  der  alte  sei.
Die  in  der  östlichen  Gegend  wohnenden  Aleuten  sprechen
sehr  schnell  und  zusammenhängend,  so  dass  man  keine  geringe
Uebung  haben  müsse,  um  sie  zu  verstehen.  Die  unalaschkischen
sprechen  ruhiger,  gedehnter,  doch  die  westlichen  und  umnakischen
  ziemlich  gedehnt.  Die  Atcliinzen  dagegen  sprechen
jede  Sylbe  sehr  gedehnt  aus.
Zwischen  den  umnakischen  und  unalaschkischen  Aleuten
bestehe  ein  Unterschied  in  Betreff  einiger  Ausdrücke  und
Wörter.  Die  Umnakzon,  ebenso  wie  die  Unalaschkinzen,  gebrauchen ­
  bei  allen  Nennwörtern  und  Participien  statt  n  und
ngin,  Endungen  der  vielfachen  Zahl,  s  oder  8  für  die  erstere,
ngiS  oder  gis  für  die  letztere  Endung.  Die  Unalaschkinzen
sagen  z.  B.  längin  ,Gänse*  und  ds-cliun  ,Nägel*,  aber  die  Umnakzen
  und  Atcliinzen  sagen  längis  oder  lägis,  ds-chüS  oder
ds-chu8.
Die  Verkleinerungswörter  haben  bei  den  Umnakzen  und
Atchinzen  statt  der  Endung  dakh  die  Endung  kucakh.  Die
Unalaschkinzen  sagen  z.  B.  cädakli  ,Händchen*  von  Hach  ,Hand*,
doch  die  obigen  zwei  Völker  sagen  cakücakh.  Statt  nüng  ,mir*
und  kutu  ,nein*  sagen  sie:  ngiis  ,mir*  und  nangd  ,nein*.
Im  Allgemeinen  lassen  alle  Aleuten  in  vielen  auf  n  endenden
Wörtern  vor  einem  Vocal,  bisweilen  auch  vor  einem  Consonanten,
im  Gespräche  die,,  Sylbe  n  aus,  z.  B.  tchin  dsik  ,mit  dir'  lautet
im  Gespräche:  tchi  dsik  u.  s.  w.  Auch  in  negativen,  auf  lüg’an
endenden  Zeitwörtern  wird  vor  Hilfszeitwörtern  die  letzte  Sylbe
gan  und  der  erste  Vocal,  mit  welchem  das  Hilfszeitwort  anfängt,
            
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