Die Sprache der Aleuten und Fuchsinseln.
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Die aleutisclie Sprache sei nicht arm an Zeitwörtern,
welche sehr umständlich und selbst, bei dem heutigen Sprachgebrauch
e und im Vergleich mit der russischen Sprache, sich im
Ueberflusse in den Zeiten und Arten verändern. So lässt sich
für ,tödte nicht' im Aleutischen sagen: as-chasaganän, cis-cliasaganachtcliin,
as-chasalägdda, as-chasdlägadakagan und selbst ascliasddauluk.
Hier sei jedes Wort in der gebietenden Art hingestellt
und bedeute: tüdte nicht.
Ausser solchen Veränderungen in den Arten, Zahlen,
Personen u. s. w. füge man fast bei jedem einfachen Zeitworte
zwischen den unveränderlichen und veränderlichen Sylben unveränderliche
Partikeln wie z. B. s-cha, l'ga, ta, da u. s. w.
ein, welche, in angemessener Zusammensetzung mit dem Zeitworte,
diesem verschiedene Bedeutungen geben. So könne
man statt des gewöhnlichen Wortes kamgalik ,er betete' sagen:
kamgasigdlik, kamgasigatdlik, kamgasigasa dalik, Jcamgasigatasädalik
u. s. w. Die erste eingefügte Partikel siga bedeute:
gänzlich oder wahrhaftig; ta: nicht blos einmal; sigasäda:
sehr kräftig. Doch in der Verbindung bezeichne tasäda eine
ungewöhnliche Handlung. Kamgasigatasädalik bedeute somit:
er betete mit der grössten Anstrengung in einem ganzen oder
wahrhaftigen Gebete, angelegentlich oder nicht blos einmal,
und sehr kräftig. Einen solchen Ausdruck könne man blos
gebrauchen, wenn man von dem Gottmenschen spricht (Lucas
XXII, 44.)
Man könne keinen vollkommenen Begriff von der Bedeutung
aller solcher eingesetzter Partikeln geben, und Niemand
unter den heutigen Aleuten, selbst nicht unter den alten Leuten,
wisse Rechenschaft zu geben, warum er einige Partikeln gebraucht,
warum er z. B. ,er sah' durch ukuchtälik und ukuchtakag’ilik
ausdrückt.
Es frage sich, ob solche in der russischen Sprache ungewöhnliche,
in die Zeitwörter als in den wichtigsten Theil der
Rede eingesetzte Partikeln, ebenso die überflüssigen Veränderungen
in den Abwandlungen nicht zu Muthmassungen führen
können, dass entweder diese jetzt zu verschwinden beginnende
Sprache einst im besseren Gebrauche gewesen, oder von einer
der ältesten und reichsten Sprachen stamme. Desswegen könne
es nicht sein, dass die vielen, jetzt bisweilen ohne Auswahl und