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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

Die  Sprache  der  Aleuten  und  Fuchsinseln.

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In  Amerika  bezeichn  ete  man  noch  zu  den  Zeiten  Weniaminow’s,
  im  Jahre  1834,  die  Bewohner  der  Insel  Kadjak  sowie
diejenigen  der  aleutischen  und  Andreanow’schen  Inseln  mit  dem
allgemeinen  Namen:  Aleuten.  Was  jedoch  die  Sprache  betrifft, ­
  so  ist  die  Sprache  der  Insel  Kadjak  von  der  Sprache
der  zuletzt  genannten  Inseln  gänzlich  verschieden.  Auf  den
aleutischen  und  Andreanow’schen  Inseln  spreche  man  zwar,
wie  Weniaminow  angibt,  die  Sprache  von  Unalaschka,  aber
in  einer  anderen  Mundart,  so  dass  man  sich  oft  gegenseitig
nicht  verstehe,  was  übrigens  mehr  in  lexicalischen  als  in  grammatischen ­
  Abweichungen  seinen  Grund  habe.  Unter  Aleuten
müsse  man  daher  die  Bewohner  der  aleutischen  Inseln  verstehen, ­
  deren  Sprache,  zum  Unterschiede  von  der  kadjakischen
und  Andreanow’schen,  bei  Weniaminow  die  Sprache  der  Aleuten
und  Fuchsinseln  (A.-ieytcko-.ducT.ebcidfi  fla3UKi>)  heisst.
Die  von  Weniaminow  behandelte  Aleuto  -  lissewskische
Sprache  sprachen,  so  viel  bekannt  geworden,  um  jene  Zeit  nur
die  Bewohner  von  Unalaschka,  diejenigen  des  äussersten  Endes
der  Halbinsel  Aläksa  und  der  anliegenden  Inseln,  d.  i.  der
Inseln  von  der  vierstelligen  Meerenge  (BeTupexcoJiOum.ifi  npo-■MBi.)
  bis  zu  den  sckumaginischen  Inseln,  oder  von  169°  bis
159"  westlicher  Länge  von  Greenwich.  Die  Zahl  dieser  Bewohner ­
  habe  sich  damals,  den  letzten  Nachrichten  zufolge,  auf
1495  Seelen  belaufen.  Zähle  man  aber  die  atchinzischen  und
Andreanow’schen  Aleuten  hinzu,  so  hätten  sich  nicht  mehr  als
2200  Menschen,  welche  die  aleutische  Sprache  sprachen,  ergeben. ­
  Diese  Zahl  müsse  in  besseren  Zeiten  weit  höher,  aber,
wie  es  scheine,  nicht  höher  als  25000  gewesen  sein.
Wie  Weniaminow  bemerkt,  müsse  es  eine  mit  dem  Aleutischen ­
  verwandte  Sprache  geben  oder  gegeben  haben,  welche
mit  diesem  in  den  Bedeutungen  übereinstimme,  oder  wenigstens
auf  dessen  Abstammung  deute;  doch  bis  jetzt  sei  es  nicht  mit
Gewissheit  bekannt,  von  welcher  alten  Sprache  diese  von  derjenigen ­
  der  nebenan  wohnenden  Völker  gänzlich  verschiedene
Sprache  abstamme.  Es  zu  entscheiden,  sei  indessen  bei  der
Unzulänglichkeit,  ja  man  kann  sagen,  bei  der  Ermangelung
der  Kenntniss  der  aleutischen  Sprache  unmöglich,  da  alle
Kenntniss  dieser  Sprache  sich  auf  einzelne  nur  kurze  Wörtersammlungen ­
  beschränkte.
            
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