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Zimmermann. lieber Hume’s empirische Begründung der Moral.
hat, haben Comte und seine Nachfolger nicht nur diesen letzteren
fallen lassen, die Ethik aus einer vorschreibenden in eine
bloss beschreibende Wissenschaft verwandelt, sondern auch mit
der Annahme eines sittlichen Geschmacksvermögens zugleich
den Versuch aufgegeben, den Vorzug gewisser Willenseigcnschafton,
z. B. des Wohlwollens, vor anderen durch die Berufung
auf dessen untrüglichen Ausspruch ethisch zu motiviren
und haben sich begnügt, denselben entweder gar nicht, oder
lediglich theoretisch durch die Berufung auf das Bedtirfniss
der Gesellschaft zu rechtfertigen, das Recht dieser selbst aber
wieder nicht anders, als durch die Hinweisung darauf, dass der
Gesellschaftskörper unter allen in der Erfahrung gegebenen
Körpern der complicirteste, und daher die Sociologie in der
Hierarchie der Wissenschaften die höchststehende sei, also durch
eine nicht ethische, sondern rein theoretische Erwägung zu begründen
gewusst. Sowohl was den Inhalt als was die Form der
Ethik als Wissenschaft betrifft, ist der, durch Herbart repräsentirte,
kritische Dogmatismus in der Ethik dem Ideale derselben
näher, als der in Hume verkörperte naive Dogmatismus
in dieser Wissenschaft gekommen.