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Zi m m ermann.
welchen die allgemeine Willenseigenschaft a herausgehoben
worden ist, das Prädicat lobenswerth zukomme; vielmehr bildet
gerade das letztere eine der ursprünglichen Thatsachen, von
welchen als elementaren die generalisirende Betrachtung ihren
Ausgang nahm. Wie nun in den inductiven Wissenschaften
die experimentelle Methode von der bloss beobachtenden dadurch
sich unterscheidet, dass die Thatsachen in der letzteren
beobachtet werden, wie sie sich unabhängig vom Beobachter
darbieten, dagegen bei der ersteren zum Zweck der Beobachtung
künstlich herbeigeführt werden, so würde die grundlegende
Methode der Moral mit Hilfe des Geschmackes nur dann experimentell
heissen dürfen, wenn von Seite des Ethikers mit
dem Gesckmacke ,experimentirt/ d. i. dessen Ausspruch über
Werth oder Unwerth gewisser Willenseigenschaften absichtlich
zum Zweck der Grundlegung der Wissenschaft hervorgelockt
würde.
Diesem Verfahren entspricht der von Hume dem Philosophen
ertheilte Rath, in zweifelhaften Fällen ,in sein eigenes
Inneres zu blicken und zu erwägen, ob er diese oder jene
Eigenschaft sich beigelegt wissen möchte oder nicht'. Dasselbe
erhält jedoch erst Werth, wenn dessen Anwendung nicht bloss
zufällig oder gelegentlich, sondern wie es bei der experimentirenden
Methode in der Naturwissenschaft der Fall zu sein
pflegt, planmässig und systematisch ausgeübt wird. Wie das
durch dieselbe in der Naturwissenschaft zu erreichende Resultat
erst dann für vollständig gelten kann, wenn die Zahl der überhaupt
möglichen Fälle vorher erschöpft und in jedem derselben
durch das Experiment die zu beantwortende Frage an die
Natur gerichtet worden ist, so wird das mittels der experimentellen
Methode in der Ethik angestrebte Ziel: die Aufzählung
aller unbedingt lobens- und tadeln swepthen Willenseigenschaften,
erst dann für erreicht anzusehen sein, wenn die Reihe der überhaupt
möglichen Willenseigenschaften vorher in erschöpfender
Vollständigkeit dargelegt und bei jeder derselben an den Geschmack
die zu beantwortende Frage ihrer Bevorzugung oder
Verwerfung gerichtet worden sein wird.
Von einer derartigen erschöpfenden Aufzählung der überhaupt
für die ethische Beurtheilung möglicherweise in Betracht
kommenden Willenseigenschaften, wie sie der zur Grundlegung