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Z i m raermann.
kann. Das Gewicht dieses Vortheils macht sich geltend z. B.
hei den von Hume selbst mit grossem Rechte so hoch gestellten
Willenseigenschaften der uneigennützigen Menschen- und Nächstenliebe,
der Selbstverläugnung, Aufopferung und des Wohlwollens,
von welchem die Vertheidiger der Moral des Eigennutzes
(Helvetius u. a.) mit vielem Scheine des Rechts behaupten,
dass sie am menschlichen Wollen, wie dasselbe thatsächlich und
laut des Zeugnisses der Geschichte beschaffen sei, niemals
angetroffen würden, vielmehr die gerade entgegengesetzten: die
eigennützige Selbstliebe, der Egoismus und die selbstsüchtige
Opferung des anderen um des eigenen Vortheils willen, die thatsächlich
herrschenden Eigenschaften des menschlichen Wollens
seien. Hume hat sich die grösste Mühe gegeben, letztere Behauptung
und die mit ihr zusammenhängende Folgerung, dass
die scheinbar stattfindenden Ausnahmen von dieser Regel blosser
Schein und die vermeintliche Uneigennützigkeit und Selbstlosigkeit
nur feinerer und versteckter Eigennutz und Selbstliebe
seien, zu widerlegen und seinerseits das Vorhandensein jener
Gefühle als eine unbestreitbare und von jedermann, der nicht
offenbar bösen Willen mitbringe, anzuerkennende Thatsache
hinzustellen. Leider ist ihm nicht klar geworden, dass er
sowohl das eine wie das andere zum eigentlichen Zweck seiner
Untersuchung, die schlechterdings lobens- oder tadelnswerthen
Willenseigenschaften als Grundlage der Moral festzustellen, sich
hätte ersparen können, da es nach seinem eigenen obigen
Eingeständnis zum Zweck der Beurtlieilung nur auf die Vorstellung
einer gewissen Willenseigenschaft (ihr Bild!) und nicht
darauf ankommt, das jene Willenseigenschaft selbst irgend
wo oder irgend wann thatsächlich vorhanden (jenes Bild
Abbildung eines Wirklichen) sei. Auch wenn es wahr wäre,
dass es niemals ein schlechterdings reines Wohlwollen gegeben
habe noch je geben werde (d. i. wenn die Moralisten vom
Schlage des Larochefoucauld oder Vauvenargues recht hätten),
so würde nichtsdestoweniger die Vorstellung eines solchen
(sein Bild) möglich sein und der Beurtlieilung ausgesetzt werden
können: so wie umgekehrt, wenn niemals schlcchthinig grausames
und schadenfrohes Wollen in der Welt zu finden (d. i.
der Mensch nach der Versicherung Rousseau’s und Kant’s seiner
wahren Natur nach schlechthin gut) wäre, das Bild eines solchen