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Zimmer m a n n.
gruent mit dessen Subjecte sei: so deducirt er die zweite aus. der
logischen Natur derjenigen Eintheilung, aus welcher die Reihe
der unbedingt lobens- oder tadelnswerthon Willenseigenschaften
hervorgeht, d. i. daraus, dass dieselbe eine streng dichotomische
sei, in welcher je zwei aufeinanderfolgende Glieder sich untereinander
ebenso vollkommen ausschliessen, wie sich alle zusammengenommen
zum Umfang des Eintheilungsganzen ergänzen.
Wenn ein identisches Urtheil nothwendig allgemein giltig d. i.
für jedermann nothwendig das gleiche ist, so muss eine aus
logisch vollständiger Eintheilung hervorgegangenc Aufzählung
ebenso nothwendig vollständig, ebenso der Vermehrung wie
der Verminderung sowohl der Zahl wie der Beschaffenheit ihrer
Glieder nach unfähig sein.
Wie Iiume als Ethiker Repräsentant des naiven, so ist
Herbart als solcher der des kritischen Dogmatismus. Beide
stimmen im Gegensatz zum ethischen Skepticismus darin überein,
dass allgemein gütige ethische Werthbestimmungen möglich seien,
beide, im Gegensatz zum ethischen Formalismus (Kant’s), auch
darin, dass der Werth des Wollens in einer gewissen Beschaffenheit
seines Inhaltes (objectiv), statt in dessen ,Form‘ d. i. in dessen
Verhalten zum Wollenden (subjectiv) gelegen sei. Während der
ethische Skepticismus behauptet, dass überhaupt keinerlei Wollen
für alle gut oder verwerflich, während der ethische Formalismus
lehrt, dass jedes Wollen ohne Unterschied gut sei, welches
vernünftig d. i. in mit der Vernunft übereinstimmender Weise
gewollt oder durch diese geboten werde, gehen jene beiden
gleichmässig von der Ueberzeugung aus, dass sowohl ein und
dasselbe Wollen für alle löblich oder tadelnswerth, als dass
die Eigenschaften, welche das Wollen zum lobens- oder tadelnswerthen
machen, objective nicht subjective seien. Der ethische
Skepticismus hebt die Ethik als Wissenschaft auf; der ethische
Formalismus verzichtet airf die Inhaltsangabe und setzt an deren
Stelle ein Kennzeichen des guten Wollens, z. B. dass dasselbe,
als allgemeines Gesetz gedacht, auf keinen, dagegen dessen
Gegentheil, als Gesetz gedacht, auf einen Widerspruch führe
(Kant), oder dass dasselbe freies: d. i. nur um seiner selbst
willen gewolltes Wollen sei (Fichte), oder dass es allgemeines
Wollen (Hegel), oder vernünftiges Wollen (Stoiker) sei. Dagegen
ist zu bemerken: einerseits dass die Wissenschaft, wenn sie