Ueber flume’s empirische Begründung der Moral.
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der absichtlich entstandenen Störung herbeigeführt wird, sind,
da dieser nichts Beifälliges ist, ebensowenig Beifälliges, dagegen
ihre Gegentheile, die zufällig entstandene Willensstörung', der
,Streit', und die absichtlich entstandene Willensstörung, die (unvergoltene)
,That', ebenso missfällig als das Gegentheil des Friedens,
die Störung.
Zu den drei ethischen oder Willensdisharmonien, welche
das Yerhältniss: a) des schwächeren zum stärkeren Wollen, b)
jenes des eigenen gedachten zu dem demselben inhaltlich entgegengesetzten
eigenen wirklichen Wollen, c) jenes des fremden
gedachten zu dem demselben inhaltlich entgegengesetzten
eigenen wirklichen Wollen darstellen, kommen der Streit und
die unvergoltene That als vierte und fünfte hinzu, während die
G-egentheile der drei ersten: a) das Yerhältniss des stärkeren
Wollens zum schwächeren, b) des eigenen gedachten zum inhaltlich
gleichen eigenen wirklichen Wollen und c) jenes des
fremden gedachten zum inhaltlich gleichen eigenen wirklichen
Wollen Willensharmonien, die Gegentheile der beiden letzten,
der Friede durch Recht und der Friede durch Vergeltung aber
gar keine Harmonien, sondern blosse (ästhetisch indifferente)
Identitäten enthalten. Da nun, wie früher gezeigt, überhaupt
sowohl Disharmonien unbedingt missfallen, als Harmonien ebenso
gefallen, blosse Identitäten aber ästhetisch indifferent sind d. i.
weder gefallen noch missfallen, so erhalten wir als ethischen
Werthmesser fünf missfällige, drei beifällige und zwei ethisch
gleichgiltige Willenseigenschaften, welche den ihnen anhaftenden
Anspruch auf Lob Tadel oder auf keines von beiden auf
jedes Wollen, an dem sie sich finden, übertragen. Wie aus
dem Umstand, dass die genannten Eigenschaften Harmonien
oder Disharmonien oder keines von beiden sind, die Allgemeingiltigkeit
je ihres Anspruchs, so folgt aus der Vollständigkeit
ihrer Aufzählung, dass jedes mit dem Anspruch auf allgemein
gütiges Lob, eben solchen Tadel oder keines von beiden
auftretende Wollen eine der genannten Eigenschaften zu besitzen
vorgeben oder deren Besitz an sich nachweisen lassen müsse.
Werden dieselben der Kürze halber mit bestimmten Namen,
und zwar (nach Herbart’s Vorgang) die harmonischen in obiger
Reihenfolge mit: Vollkommenheit innere Freiheit Wohlwollen,
die missfälligen ebenso mit: Unvollkommenheit innere Unfreiheit