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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Zimmer  mann.

seits  der  Absichtlichkeit  der  Herbeiführung  der  Störung  entspringenden ­
  nur  scheinbar  neuen  Willensverhältnisse  stellen
in  Wahrheit  blosse  Unterarten  des  obigen  dar,  etwa  so,  wie
grosse  und  kleine  Septime,  grosse  und  kleine  Secunde  als
Unterarten  den  Umfang  der  Septime  und  Secunde  überhaupt
bilden.
Im  Ganzen  ergibt  die  Willensscala  sieben  Verhältnisse;
darunter  drei  harmonische  und  vier  disharmonische,  welche
letztere  Zahl  durch  Substitution  der  beiden  sich  zum  Umfang
der  Gattung  ergänzenden  Unterarten  an  der  Stelle  der  Gattung,
sich  auf  die  Fünfzahl  erhöht.  Von  den  beiden  Verhältnissen,
welche  unter  der  Annahme,  dass  nur  die  Intensität  des  Wollens
berücksichtigt  werde,  möglich  sind,  ist  das  eine:  das  Verhältnis ­
  des  stärkeren  Wollens  zum  schwächeren,  ein  harmonisches,
das  andere:  das  Verhältnis  des  schwächeren  Wollens  zum
stärkeren  ein  disharmonisches;  denn  das  stärkere  Wollen  enthält
das  schwächere  ganz  in  sich,  während  in  dem  schwächeren  Wollen
das  stärkere  nur  einem  Theilo  nach  enthalten  ist.  In  dem  Verhältnisse ­
  des  stärkeren  zum  schwächeren  überwiegt  daher  die
Identität,  während  in  dem  Verhältnisse  des  schwächeren  zum
stärkeren  der  Gegensatz  die  Oberhand  hat.  Ebenso  ist  von  den
beiden  Verhältnissen,  die  unter  der  Annahme,  dass  nur  ein  einziger ­
  Wollender  vorhanden  sei,  stattfinden  können,  das  eine:  die
Uebercinstimmung  zwischen  gedachtem  und  wirklichem  Wollen,
harmonisch,  das  andere:  die  Nichtübereinstimmung  beider,  disharmonisch. ­
  In  dem  ersteren,  wo  der  Inhalt  sowohl  des  gedachten ­
  wie  des  wirklichen  Wollens  der  nämliche,  der  Unterschied ­
  nur  der  ist,  dass  dieser  das  einemal  nur  gedacht,  das
anderemal  gewollt  wird,  überwiegt  offenbar  das  Identische;  in
dem  zweiten  dagegen,  in  welchem  nicht  nur  das  eine  Wollen
wirklich,  das  andere  bloss  gedacht,  sondern  auch  der  Inhalt
des  wirklichen  ein  anderer  als  jener  des  gedachten  ist,  überwiegt ­
  ebenso  augenscheinlich  das  Gegensätzliche.  Nicht  minder
klar  ist,  dass  von  den  beiden  Möglichkeiten,  welche  das  Verhältniss
  des  eigenen  wirklichen  zum  gedachten  fremden  Wollen
zulässt,  nur  die  eine:  die  Uebereinstimmung  zwischen  beiden,
ein  harmonisches,  dagegen  die  andere:  die  Nichtübereinstimmung ­
  beider,  ein  disharmonisches  Resultat  nach  sich  ziehen.
Während  im  ersten  Fall  der  Inhalt  des  eigenen  und  des  fremden
            
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