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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Zimm  ermann.

der,  dass  eine  solche  reale  Beziehung  wirklich  besteht,  entweder
zufällig  oder  vorsätzlich  herbeigeführt,  dass  Willensäusserungen
nicht  nur  bestehen,  sondern  einander  auch  angehen,  die  Willensäusserung ­
  des  einen  der  Willensäusserung  des  anderen  unmöglich ­
  gleichgiltig  sein  kann.  Der  Inhalt  beider  Zustände,
des  früheren  und  des  gegenwärtigen,  ist  daher  so  beschaffen,
dass  der  eine  das  gerade  Gegentheil  des  anderen  ist  und  dieselben, ­
  statt  überwiegend  identisch  zu  sein,  vielmehr  als  ganz
und  durchaus  entgegengesetzt  (wie  A  und  non-A)  betrachtet
werden  müssten,  wenn  nicht  durch  den  Umstand,  dass  die
Wollenden  in  beiden  Zuständen  die  nämlichen  sind,  doch  etwas
beiden  Zuständen  Gemeinsames  gegeben  und  dadurch  ein  Band
zwischen  denselben  hergestellt  wäre.  Augenscheinlich  ist  aber,
dass  dieses  letztere  als  in  beiden  Zuständen  Identisches  das
obige  beiden  Zuständen  Gemeinsame  nicht  überwiegt,  sondern
umgekehrt  von  diesem  überwogen  wird,  dass  demnach  das  Verhältniss
  des  früheren  zu  dem  jetzigen  Zustande  das  einer
Disharmonie  ist.
Und  zwar  sowohl  wenn  die  Störung,  welcher  der  gegenwärtige ­
  Zustand  sein  Dasein  verdankt,  zufällig,  als  wenn  dieselbe
absichtlich  herbeigeführt,  sowohl  wenn  dieselbe  durch  beide
unwillkürlich,  als  wenn  dieselbe  nur  durch  einen  von  beiden
willkürlich  verschuldet  ist.  Der  eine  wie  der  andere  Fall  ändert
nichts  an  dem  disharmonischen  Charakter  des  Verhältnisses
zwischen  dem  früheren  und  dem  gegenwärtigen  Zustande,  so
wenig  als  an  dem  zwischen  zwei  Tönen  bestehenden  Verhältniss.
  der  Disharmonie  dadurch  etwas  verändert  wird,  wenn  dieselben ­
  das  einemal  auf  dem  Clavier,  das  anderemal  auf  der
Geige  hervorgebracht  werden.  Denn,  da  das  Verhältniss  der
Disharmonie  zwischen  Tönen  in  nichts  anderem  besteht  als  darin,
dass  im  Inhalt  beider  Töne  das  Identische  vom  Gegensätzlichen
überwogen  wird,  d.  i.  (nach  der  Theorie  der  Obertöne  von
Helmholtz)  dass  der  nicht  zusammenfallenden  unter  den  mit  je
einem  Grundton  zugleich  vernehmbaren  Obertöne  entschieden
mehr  sind  als  der  zusammenfallenden:  so  ist  es  gleichgiltig,  ob
diese  mit  dem  Grundton  zugleich  vernehmbaren  Obertöne  wie
beim  Clavierton  die  Octave,  die  zweite  Quinte,  die  zweite
Octave  u.  s.  w.,  oder  wie  beim  Geigenton  Flötenton  Trompetenton ­
  u.  s.  w.  andere  Intervalle  des  Grundtones  seien  (worauf
            
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