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Zimmer mann.
Unter diesen Umständen ist die Vorstellung des anderen
und seines Wollens zwar die Veranlassung, ja die Bedingung,
dass das eigene Wollen eine gewisse Richtung nehme, keineswegs
aber die Existenz des anderen und seines Wollens Ursache
des eigenen Wollens. Wäre die Vorstellung des anderen
in mir überhaupt gar nicht vorhanden, so könnte ein Wollen,
das sich auf dessen Wollen bezöge, in mir gar nicht entstehen;
darum aber, weil die Vorstellung des anderen und seines
Wollens in mir vorhanden ist, muss eine Abhängigkeit meines
Wollens von seinem Wollen ebenso wenig eintreten. Wäre
das erstere nicht der Fall, so käme nie ein Verhältniss zwischen
meinem und fremdem Wollen zu Stande; wäre das letztere der
Fall, so wäre die Beziehung meines eigenen zum fremden
Wollen keine freiwillige. Dieselbe ist daher zwar insofern
keine zufällige, als ihr die Vorstellung des fremden Wollens
in mir vorangegangen sein und auf mein eigenes Wollen einen
Einfluss geübt haben muss; dagegen insofern zufällig, als die
Realität des anderen und seines Wollens auf Entstehen und
Beschaffenheit meines Wollens keinen Einfluss übt, weil derselbe
ebenso gut nur in meiner Vorstellung als auch unabhängig von
dieser wirklich vorhanden sein kann. Auch wenn der andere
wirklich vorhanden ist, fällt die Beziehung meines Wollens auf
das seine gleichwohl ihm zu, ohne dass er daran irgend einen
Antheil hat; sie würde ihm auch zufallen, wenn er nicht existirte.
Wenn die Vorstellung des anderen und seines Wollens
in mir vorhanden ist, so wird dieselbe zwar auf Entstehen und
Beschaffenheit des Wollens in mir einen Einfluss nehmen; die
Folge desselben kann aber eine sehr verschiedene, der Entstehung
eines auf den anderen bezüglichen (socialen) Wollens
sowohl förderliche als nachtheilige sein. Die Vorstellung des
anderen und seines Wollens wird weder jedesmal und in jedem
stark genug sein, ein sociales Wollen nach sich zu ziehen;
noch weniger wird dieselbe jedesmal und in jedem ein sociales
Wollen derselben Beschaffenheit zur Folge haben. Ersterer
Umstand begründet den Unterschied zwischen sociabeln und
insociabeln, letztere jenen zwischen social-charaktervollen und
social - haltlosen Naturen. In sociahel angelegten Gemüthern
wird die leiseste Anwesenheit auf andere und deren Wollen
bezüglicher Vorstellungen ein auf den anderen gerichtetes
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