■Ucber Hume’s empirische Begründung der Moral.
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darunter befindlichen disharmonischen dagegen solche, welche
unbedingt missfallen und dem Wollen, an welchem sie angetroffen
werden, ethischen Unwerth verleihen.
Das erste dieser Verhältnisse, dasjenige, bei welchem
keine Beziehung auf den Wollenden herrscht, ist nun folgendes:
wenn der Umstand, dass und ob ein Wollen diesem oder
jenem Wollenden angehört, unberücksichtigt bleiben soll, so
erübrigen, um ein Wollen vom anderen zu unterscheiden, nur
zwei Punkte: der Gegenstand, auf welchen, und die Intensität,
mit welcher das Wollen auf diesen, gerichtet ist. Der Gegenstände
des Wollens nun können so mannigfaltige sein, dass es
vergebens wäre, eine erschöpfende Uebersicht derselben anzustreben;
denn da jede Vorstellung, gleichviel welches Inhaltes,
in eine Lage gerathen kann, in welcher sie durch was immer
für Hindernisse psychologischer oder physiologischer Natur in
ihrem freien Dasein gehemmt wird, so kann, da jede Hemmung
Widerstand, Aufstreben gegen das Hemmniss zur Folge
hat, jede wie immer geartete Vorstellung Quelle und Inhalt
eines Begehrens werden, welches, wenn irriger oder berechtigter
Weise die Vorstellung der Erreichbarkeit des Begehrten
hinzutritt, sich in ein Wollen desselben Inhaltes verwandeln wird.
Sonach bleibt nur der zweite Punkt: die Intensität des Wollens
übrig, nach welchem obige Wollen in ein Verhältniss zu
einander treten können. In diesem Falle leuchtet ein, dass deren
Intensitäten nur eines von beiden, gleich oder ungleich sein
können. Ersterer Fall ergibt kein Verhältniss; denn Wollen,
die sich nach der Voraussetzung im Bezug auf den Wollenden
und in Bezug auf das Gewollte nicht unterscheiden und nun
nach der Annahme gleiche Intensität besitzen, also sich auch
der Intensität nach nicht unterscheiden sollen, sind überhaupt
gar nicht unterschieden, sondern nach dem Grundsatz de identitate
indiscernibilium ein und dasselbe d. i. nicht zwei sondern
ein einziges Wollen. Der Intensität nach ungleiche Wollen
aber können nicht anders als eines das stärkere, das andere
das schwächere sein. Das sich unter diesen Voraussetzungen
ergebende Verhalten der Wollen A und B zu einander ist daher
einerseits zwischen A und B, jenes als stärker angenommen,
das eines stärkeren zu einem schwächeren, umgekehrt zwischen
B und A das eines schwächeren zu einem stärkeren, wobei der