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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Zimmer  mann.

z.  B.  die  musikalische  Harmonielehre  oder  die  harmonische
Farbenlehre  einschlägt;  die  erstere,  um  die  überhaupt  möglichen
harmonischen  und  disharmonischen  Intervalle  innerhalb  der
Tonscala,  diese,  um  die  überhaupt  möglichen  harmonischen
und  disharmonischen  Farben  Verbindungen  innerhalb  des  Farbenspectrums
  zu  überschauen.  Beide  haben  dabei  den  Vortheil,
dass  die  Reihe,  innerhalb  welcher  die  aufzuzählenden  Verbindungen ­
  enthalten  sein  müssen,  innerhalb  gewisser  angebbarer  Grenzen
eingeschlossen  ist:  so  die  Tonscala  zwischen  dem  Grundton  und
der  Octave,  das  Farbenspectrum  zwischen  Roth  und  Violett.
Wie  in  den  binären  Verbindungen  des  Grundtones  mit  jedem
der  übrigen  Töne  die  möglichen  Tonintervalle,  so  sind  in
den  Verbindungen  des  Roth  mit  je  einer  der  übrigen  Farben
die  möglichen  Farbenverbindungen  gegeben,  unter  welchen
beiderseits  die  harmonischen,  (Terz,  Quinte)  gefallen,  die
disharmonischen  (Secunde,  Septime)  missfallen,  während  Quart
und  Sexte,  deren  Charakter  zwischen  harmonisch  und  disharmonisch ­
  schwankt,  ein  zwischen  Beifall  und  Missfallen
schwankendes  Gefühl  hervorrufen.  Was  die  Aufzählung  der
Willensverhältnisse  schwierig  macht,  ist  der  Mangel  einer  ähnlichen, ­
  sei  es  durch  das  Ohr,  wie  bei  den  Tönen,  sei  es  durch
das  Auge  dargebotenen  Scala  mit  bestimmten  Grenzpunkten.
Dieselbe  kann,  da  sie  nicht,  wie  in  jenen  Fällen,  durch  Erfahrung ­
  gegeben  ist,  nur  künstlich  hergestellt,  und  ihre  Vollständigkeit, ­
  welche  in  jenen  Fällen  durch  die  Erfahrung  gewährleistet ­
  ist,  kann  nur  auf  logischem  Wege  durch  geschickte
Wahl  des  Eintheilungsgrundes  und  lückenlose  Vollständigkeit
der  Einthei  1  ungsglioder  verbürgt  werden.  So  kann  nun  das
Wollen  entweder  ohne  Beziehung  auf  einen  Wollenden  oder
mit  einer  solchen  gedacht  werden.  Im  letzteren  Falle  kann
es  entweder  das  eigene  oder  ein  fremdes  Wollen  sein,  das  in
Beziehung  zum  Wollenden  steht.  Diese  selbst  aber  können
wieder  entweder  als  blos  gedachte  oder  als  wirkliche  in  Betracht
kommen.  Die  daraus  sich  ergebende  Reihe  von  Fällen  stellt
ebensoviele  mögliche  Willensverhältnisse  dar,  die  sich  untereinander ­
  ausschliessen  und  einander  gegenseitig  zur  Vollständigkeit ­
  ergänzen.  Die  unter  denselben  befindlichen  harmonischen
werden  sodann  diejenigen  sein,  welche  als  unbedingt  gefällige
dem  Wollen,  an  dem  sie  sich  finden,  ethischen  Werth,  die
            
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