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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 105. Band, (Jahrgang 1844)

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Zimmer  mann.

mit  ihrer  ursprünglichen  Stärke,  in  eine  Summe  (A  -f-  B)
vereinigen.  Sind  dieselben  dagegen  ihrem  Inhalt  nach  verwandt, ­
  so  werden  sic  sich  gleichfalls  associiren,  aber  so,  dass
die  Intensität  der  einzelnen  nicht  die  ursprüngliche  bleibt,  sondern ­
  entweder  vermehrt  oder  vermindert  wird:  dieselben  werden
sich,  jede  mit  gegen  ihre  ursprüngliche  entweder  vermehrter  oder
verminderter  Intensität,  zu  einem  Producte  (AB)  vereinigen.
Weil  nun  im  ersterwähnten  Falle  an  der  Lage  der  einzelnen
Vorstellungen,  da  ihre  beziehungsweise  Intcusität  dieselbe  bleibt,
nichts  verändert  wird,  so  können  auch  keine  auf  die  Lage  bezüglichen ­
  Gefühle  entstehen.  Da  im  letzteren  Falle  die  Intensität
eine  Aenderung  erleidet,  entweder  wächst  oder  abnimmt,  also
die  Lage  der  Vorstellung  sich  ändert,  so  müssen  auf  diese  bezügliche ­
  Gefühle  sich  einstellen.  Während  die  Vermehrung
der  Intensität  eine  Verbesserung,  drückt  die  Verminderung
derselben  eine  Verschlechterung  der  Lage  aus;  das  Gefühl,
das  aus  ersterer  hervorgeht  und  mit  derselben  verbunden  ist,
wird  ein  Lust-,  das  Gefühl,  das  aus  letzterer  entspringt  und
mit  letzterer  verknüpft  ist,  ein  Unlustgefühl  sein.  Wenn  nun,
wie  vorausgesetzt,  die  Veränderung  der  Lage  der  Vorstellungen
ausschliesslich  die  Folge  ihrer  Verwandtschaft  untereinander  ist,
so  folgt,  dass  je  nach  der  Art  der  Verwandtschaft  die  Art  der
Lagenveränderung  sich  richten  und  bei  gleicher  Beschaffenheit
der  Verwandtschaft  die  (davon  abhängige)  Veränderung  der
Lage  die  gleiche,  folglich  auch  das  aus  derselben  entspringende
Gefühl  das  gleiche  sein  werde.  Da  es  nun  mehrere  Arten
der  Verwandtschaft  und  der  Vorstellungen  geben  kann,  so  ist
vorauszusehen,  dass  jode  derselben  eine  ihr  eigenthümliche
Lageveränderung  der  Vorstellungen  bedingen  und  ein  diese
ausdrückendes  eigenthtimliches  Gefühl  (entweder  Lust-  oder  Unlustgefühl) ­
  nach  sich  ziehen  werde.  Es  wird  sich  daher,  vorausgesetzt, ­
  dass  wir  es  überhaupt  mit  untereinander  verwandten
Vorstellungen  und  nur  mit  solchen  zu  thun  haben,  aus  der  Art
des  beobachteten  Gefühls  mit  Sicherheit  ein  Rückschluss
machen  lassen,  nicht  nur  auf  die  Art  der  Lageveränderung,
sondern  überdies  auf  die  Art  der  Verwandtschaft,  welche  unter
den  Vorstellungen  stattfinde.
Dass  die  Verwandtschaft  zwischen  Vorstellungen  mehrerlei
Arten  aufweise,  geht  schon  daraus  hervor,  dass  der  Inhalt
            
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