Ueber Hume's empirische Begründung der Moral.
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und zwar dasselbe Verhalten ausdrücken darf, welches durch
jenes ausgedrückt wird.
Dass nun das Gefühl in der That nichts anderes als der
Ausdruck eines Verhaltens sei, geht daraus hervor, dass dasselbe
zwar als Unlustgefühl die gehemmte, als Lustgefühl die
freie Lage des Gefühlten, niemals aber den Inhalt dieses letzteren
selbst anzeigt. Nennen wir um letzterer Eigenschaft
willen das Gefühl im Gegensatz zum Vorstellen inhaltlos, so bezeichnen
wir in ersterer Hinsicht dasselbe, gleichfalls im Gegensatz
zum Vorstellen, als unfehlbar. Hemmungen können nie
durch andere als durch Unlustgefühle, Befreiungen nie durch
andere als durch Lustgefühle sich bemerklich machen; dasjenige,
was gehemmt, sowie dasjenige, was befreit wird, lehren
weder die einen noch die anderen kennen. Lässt sich daher
aus dem Vorhandensein eines Unlustgefühles mit Sicherheit auf
die Existenz einer Hemmung, aus dem eines Lustgefühles auf
die einer Befreiung schliessen, so lässt sich umgekehrt zwar
erwarten, dass gleiche Lagen, gleichviel welches die in denselben
Befindlichen sein mögen, durch gleiche Gefühle sich
verratlien, keineswegs aber voraussetzen, dass das in gleicher
Lage Befindliche stets das Gleiche sein werde. Letzteres
anzunehmen, würde nur dann berechtigt sein, wenn die jeweilige
Lage ausschliesslich durch die Beschaffenheit des in
derselben Befindlichen bedingt d. i. wenn die Lage die unausbleibliche
Folge der Qualität des darin Befindlichen wäre.
In diesem Falle würde allerdings der Schluss gerechtfertigt sein,
nicht nur, dass gleiche Gefühle gleiche Lagen, sondern auch
diese letzteren gleiche Qualität des in denselben Befindlichen
einschliessen.
Dass es nun wirklich Lagen gebe, welche ausschliesslich
durch die Qualität des darin Befindlichen bedingt sind, erhellt
aus folgendem: wenn A und B die Inhalte zweier gleichzeitig
im Bewusstsein vorhandener Vorstellungen bedeuten, so werden
dieselben ein gewisses Verhältniss zu einander haben; sie werden
entweder untereinander verwandt (gleichartig) oder nicht verwandt
(disparat) sein. Im letzteren Falle werden sie sich in Folge
ihrer Gleichzeitigkeit im Bewusstsein zwar associiren, aber ohne
dass eine derselben in irgend einer Weise eine Veränderung
ihrer relativen Intensität erleidet; dieselben werden sich, jede