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Zimmer mann.
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satz beider Standpunkte besteht daher wesentlich darin, dass
die Thatsache, von welcher der Eine ausgelit, das Gegentheil
derjenigen aussagt, auf welche der Andere sicli stützt; beide
aber stimmen nicht nur darin überein, dass sie von einer Thatsache
ausgehen, sondern auch darin, dass für beide die Uebereinstimmung
aller im Urtheil das Kennzeichen der Wahrheit,
die Nichtübereinstimmung dagegen das Kriterium der Falschheit
ist. In dem Urtheil: A ist gut, lehrt der Eine, stimmen
alle überein, folglich ist A wirklich gut; in
dem Urtheil: A ist gut, lehrt der Andere,
herrscht keine Uebereinstimmung, folglich ist
A nicht wirklich d. i. nicht für alle, welche
überhaupt urtheilen, sondern nur für diejenigen
gut, welche in diesem Urtheil übereinstimmen.
Das Kriterium der Wahrheit ist
daher für beide Parteien das nämliche: so
weit Uebereinstimmung in einem gewissen
Urtheil herrscht, so weit d. i. innerhalb des
Umfangs der in diesem Urtheil Uebereinstimmenden,
ist dasselbe wahr. Während nun
die Dogmatiker behaupten, es gebe Urtheile,
bei welchen der Kreis der Uebereinstimmenden (A) Zusammenfalle
mit dem Kreis der überhaupt Urtheilenden (B), behaupten
die Skeptiker das Gegentheil, dass der Kreis der in einem
Urtheil Uebereinstimmenden jederzeit kleiner sei als der überhaupt
Urtheilenden. Die Dogmatiker rechnen zu jenen Urtheilen,
bei welchen beide Kreise zusammenfallen, die ethischen;
die Skeptiker dagegen zu denjenigen, bei welchen das Gegentheil
der Fall, der Kreis der im Urtheil Uebereinstimmenden
stets kleiner sei als jener der überhaupt Urtheilenden, gerade
wieder die ethischen. Der eigentliche Differenzpunkt zwischen
beiden liegt daher weder in ihrer verschiedenen logischen,
noch in ihrer verschiedenen ethischen Denkweise, sondern
einzig darin, dass beide von dem Inhalt nach entgegengesetzten
Annahmen als Thatsachen ausgehen. Da es nun im
Begriff der Thatsache liegt, dass derjenige, dem ein gewisser
Inhalt als solche gilt, von dessen Wahrheit unumstösslich überzeugt
ist (sonst wäre er eben für ihn nicht Thatsache), so hört,
wenn der Inhalt dessen, was zwei Gegnern als Thatsache gilt,