Uebev Hume’i empirische Begründung der Moral.
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Erweisbarkeit einer allgemeinen cl. i. allen Menschen gemeinsamen
Natur. Dieselbe nimmt eine verschiedene Gestalt an,
je nachdem das Verhilltniss des Individuums zur Gattung (des
Einzelmenschen zur Menschheit) selbst verschieden, im Sinne
entweder des metaphysischen Monismus oder Pluralismus aufgefasst
wird. Da im Sinne des ersteren nur das Eine, die
Gattung, das wahrhaft Existirende ist, die Vielen, die Individuen,
nur vorübergehende Erscheinungen desselben sind, so
versteht sich der Bestand einer allen gemeinsamen Natur von
selbst oder vielmehr: nur diese existirt wirklich, dagegen die
individuelle oder particularistische Natur der Individuen, wie
diese selbst, nur dem Scheine nach. Da im Sinne des letzteren
nur die Individuen wirklich sind, das Allgemeine, die Gattung,
nur in der Zusammenfassung der Individuen als Begriff besteht,
so muss der Umstand, dass der Inhalt des angeblichen Allgemeinen
auch wirklich in jedem der vielen unter dasselbe zusammengefassten
Individuen vorhanden sei, erst nachgewiesen
werden. Je nachdem letzterer Erweis in der Weise geführt
wird, dass aus dem Inhalt des die Individuen zusammenfassenden
Begriffs, oder dass aus der Uebereinstimmung des Inhalts
jedes einzelnen Individuums mit dem Inhalt des dieselben zusammenzufassen
bestimmten Begriffes die Ausdehnung dieses
letzteren auf alle Individuen (dessen Allgemeinheit) gefolgert
wird, scheiden sich Rationalisten und Empiriker. Jene erschliessen
die Allgemeinheit des Begriffes aus diesem selbst,
ohne die Erfahrung d. i. die Vergleichung seines Inhaltes mit
dem der Individuen zu Hilfe zu nehmen; diese dagegen erschliessen
die Allgemeinheit des Begriffes aus der Uebereinstimmung
desselben mit dem Inhalte aller Individuen, welche
durch Vergleichung jenes mit diesem erfahren wird. Jene mit
Nothwendigkeit, diese, je nachdem thatsächlich alle oder nur
ein Theil der Individuen, welche unter einem gewissen Begriff
zusammengefasst werden sollen, mit diesem verglichen und
übereinstimmend gefunden worden sind, mit Gewissheit oder
blos mit Wahrscheinlichkeit.
Vom monistischen Standpunkte aus versteht sich der Bestand
einer allgemeinen d. i. rein menschlichen Natur nicht
nur von selbst, sondern auch, dass diese die einzige wahrhaft
existirende, jede andere, besondere wie individuelle, dagegen