678
lleinisch.
Birrn-t, Yösif-et (Yösif-ti), Abddlla-t sisü er hat mich, dich, ihn,
sie, den B., J., A. bekleidet, an kirbrd-t tasün ich schlug die
Trommel. Yo ündt-et duq sag’ mir die Wahrheit!
212) Nach l, r, n lautet der Accusativcharakter häutig
-dl neben tl; z. B. y’ il-di tasü er schlug mein Auge. Y’ dr-dl
sunrü du hast mein Korn gestohlen, nir hin-di qüdlda nir dr-dl
bice als sie ihr Haus besichtigte, fand sie ihr Korn nicht.
213) Im Idiom von Wag begegnete mir einige Male der
Gebrauch von -s für den Accusativ; z. B. är-es suntä firce sie
ging um Korn zu stehlen, dr-es sunür fisec sie stahl das Korn
weg (Korn stehlend sie trug fort).
5) Der Vocativ.
214) Er steht wie der Nominativ ohne Casuszeichen, wie:
;yi güriyä o mein Herr! ayir lo komm’ mein Vater! Häufig wird
dem Nennwort im Vocativ das Wort qüadäy, qoday (vielleicht
im Zusammenhänge mit Amh. [f’y,:) nachgesetzt; auslautendes
ä des Nennwortes geht vor diesem in a über; z. B. kit
libäm qüaddy o du Menschenfresser! kitin sümruk qüaddy o ihr
Schwänze! du/dra qüaddy du Esel! yi güriyd qüaddy o mein
Herr! y immita qüaddy o meine Herrin! y’ äderd qüaddy o
mein Gott!
6) Der Ablativ.
215) Die verschiedenen Fälle, welche die Richtung nach
oder von einem Gegenstände oder Orte, das Verweilen an demselben,
die Zeit, Absicht, das Mittel u. s. w. bezeichnen, werden
durch Postpositionen ausgedrückt, vgl. §. 242 ff.
III. Das Adjectiv.
216) Das Chamir besitzt keine ursprünglichen, sondern
nur von Verben oder Nennwörtern abgeleitete Adjectiva, 1 demnach
nur Relativa auf -aü fern, -ray plur. -auk (§. 159) und
denominative Adjectiva auf -ü fern, -i plur. -uk (§. 160). Die
Stellung derselben ist vor dem Nennwort, nur wenn sie prädicativ
gebraucht werden, stehen sie nach dem Nennworte und
Einige scheinbar ursprüngliche Adjectiva, wie nicir schwarz u. s. w.
sind Substantiva, nicir qamis ein schwarzes Hemd (Hemd von Schwärze),
oder sie sind semitische Lehnwörter, wie ietin klein, Ty. * ll. s. w.